SP-Baxant: Jugendliche sehr wohl an Politik interessiert

Teamtalk der Wiener SPÖ zum Thema "Wie tickt die Jugend"

Wien (SPW) - Der Team Talk "Wie tickt die Jugend" des Team für
Wien der Wiener SPÖ gestern Montag erfreute sich großen Zulaufs. Christoph Lipiniski (Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen -NeuBasis), Christoph Peschek (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen - Jugend Wien) und Imma Palme (Institut für empirische Sozialforschung) präsentierten aktuelle Studien zu den Wünschen und Sorgen österreichischer Jugendlicher. Der Moderator des Abends, Jugendkoordinator der SPÖ-Wien, LAbg. Peko Baxant zeigte sich erfreut über das hohe Interesse an der Veranstaltung, insbesondere unter jungen Menschen.****

Christoph Lipinski zeigte auf, dass die Ansicht AkademikerInnen wären kaum von prekären und atypischen Beschäftigungsverhältnissen betroffen, nicht zu halten sei.Insbesondere durch schlecht bezahlte Praktika sähen sich viele JungakademikerInnen stark belastet. Lipinski forderte daher unter anderem einen Kollektivvertrag für PraktikantInnen und staatliche Anreize für Unternehmen ihre PraktikantInnen in ein permanentes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Christoph Peschek von der FSG beschäftigte sich mit der Situation von Lehrlingen auf dem Arbeitsmarkt und stellte dabei fest, dass hier zum Nachteil der Lehrlinge bestehende arbeitsrechtliche Regeln nicht eingehalten werden. Zum Beispiel hinsichtlich Überstunden und Wochenendarbeit gebe es immer wieder großen Druck auf die Lehrlinge, erklärte Peschek. Er forderte deshalb einen Ausbau des Arbeitsinspektorats um die Jugendlichen zu schützen. "Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht nur Rekordgewinne", so Peschek.

Imma Palme vom IFES Institut zog die ernüchternde Bilanz, dass sich nur wenige Jugendliche für die Politik interessieren. Sie ortet einen vermehrten Kommunikationsbedarf der Parteien bei jenen Themen die Jugendliche beschäftigen. Die Mehrheit der Jugendlichen sei pessimistisch was die eigene Zukunft betrifft. Es sei daher besonders wichtig für die Politik die Sorgen und Wünsche der jungen Menschen ernst zu nehmen.

In der folgenden Diskussionsrunde waren sich die ExpertInnen einig, dass in den vergangenen Jahrzehnten eine Entsolidarisierung der Gesellschaft stattgefunden habe, was sich auch unter den Jugendlichen bemerkbar mache. Dass dieser Weg des neoliberalen Individualismus gescheitert sei, zeige sich aber an der momentanen Finanzkrise so die DiskutantInnen einhellig.

"Es stimmt mich zuversichtlich, dass sich offenkundig doch so viele Jugendliche für Politik interessieren", so Paxant über das junge Publikum des Team-Talk. "Wir müssen uns dieser Verantwortung bewusst sein und mit konstruktiver und gestalterischer Politik auf die jungen Menschen zugehen", erklärte Paxant abschließend. (Schluss) mt

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