Belakowitsch-Jenewein: E-Card-Missbrauch feiert fröhliche Urständ

Millionen an Kassen, Leistungsreduktionen für Versicherte - und Stöger nicht bereit, minimale Sicherheitsmerkmale bei E-Card einzuführen!

Wien (OTS) - Es sei durch nichts zu rechtfertigen, dass die E-Card nach wie vor so viele Möglichkeiten biete, unser ohnehin angeschlagenes Gesundheitssystem zu prellen, zeigt sich FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein empört, wie einfach es doch sei, die österreichische E-Card missbräuchlich zu verwenden. Der jüngste Fall eines durch Zufall entdeckten massiven Missbrauchs durch einen türkischen Gastarbeiter sei nur die Spitze des Eisbergs, denn die derzeitigen Sicherheitsbestimmungen würden keinerlei Möglichkeiten der Evaluierung bieten.

"Wir wenden uns mit dem dringenden Appell an Gesundheitsminister Stöger, endlich die Sicherheitsmerkmale der E-Card zu verbessern und diese zumindest mit einem Foto des Versicherten auszustatten", bezieht sich Belakowitsch-Jenewein auf eine jahrelange Forderung der FPÖ, die den E-Card Missbrauch schon sehr lange thematisiert habe. Die Bereitschaft zu einem Foto auf der E-Card sei von der ehemaligen Gesundheitsministerin Kdolsky ja schon da gewesen. Der jetzige Rückfall Stögers sei unerklärlich.

Überdies betont die Obfrau des parlamentarischen Gesundheitsausschusses, dass es unzulässig sei, den Missbrauch mit gestohlenen oder verlorenen Karten gleichzusetzen. Der Missbrauch werde nämlich vielfach mit Wissen des rechtmäßigen Besitzers begangen, wie auch in besagtem Fall. Bestraft gehörten demnach die Personen, welche die Karte verborgen, als auch diejenigen, welche sie missbräuchlich verwenden. Das seien keineswegs Kavaliersdelikte!

Österreich dürfe nicht länger zu derlei Betrugsfällen "einladen". "Auf der einen Seite werden Millionen in die Kassen gepumpt - und auf der anderen Seite die Leistungen für die Versicherten reduziert. Und der Missbrauch feiert derweil fröhliche Urständ", so Belakowitsch-Jenewein.

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