Renaissance der Städte

Wien (OTS) - Immobilien.NET erhebt Wohntrends 2009: Nachfrage in Städten steigt - Krise: Miete verspricht mehr Flexibilität, Eigentum verspricht Chancen - Finanzierungsschwierigkeiten am Immobilienmarkt - Top-Lage und Ausstattung bevorzugt.

"Wie wirkt sich die Finanz-und Wirtschaftskrise auf Ihre Wohnsituation aus?" - diese Frage stellte www.immobilien.net, Österreichs führende Immobilienplattform, österreichischen Wohnimmobilien-Interessenten.

Wohnwunsch Nummer 1: Eigentum

Der Erwerb von Eigentum ist nach wie vor das Ziel der meisten österreichischen Immobiliensuchenden. 38 % suchen aktuell nach einem Haus. Dass sich die Finanzkrise nun auch am österreichischen Immobilienmarkt bemerkbar macht, zeigt, dass die Nachfrage nach Häusern um 21 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist. Im Gegenzug stieg die Nachfrage nach Mietimmobilien: 20 % und damit ein Drittel mehr als noch vor einem Jahr streben nach einer Mietwohnung. Für Immobiliensuchende, die auf eine Finanzierung angewiesen sind, rückt der Traum vom eigenen Haus in die Ferne.

"Bereits in den letzten Jahren erleben wir bei der Nachfrage einen Trend zur Mietwohnung. Diese Wohnform wird aufgrund veränderter Lebensverhältnisse - wie zum Beispiel flexiblere Arbeitsverhältnisse und wechselnde Partnerschaften - zunehmend attraktiver. Der langjährige Trend wird aktuell durch die Finanzkrise spürbar verstärkt", analysiert Mag. Alexander Ertler, Immobilien.NET Geschäftsführer.

Wer dennoch Eigentum besitzen möchte, findet die Alternative in einer Eigentumswohnung. 34 % streben 2009 diese Wohnform an -deutlich mehr als noch vor einem Jahr. "Viele Immobiliensuchende mit hohem Eigenkapital kaufen jetzt, weil sie in österreichischen Immobilien einen traditionell stabilen Sachwert sehen", so Ertler. Klar ist: Wer bereits Eigentum besitzt, ist laut Umfrage mit seiner Wohnsituation am zufriedensten.

Finanzierungsschwierigkeiten am Immobilienmarkt

Aber nicht für jeden ist der Traum vom Haus oder der eigenen Stadtwohnung erschwinglich. 38 % der im Jänner 2009 befragten Personen geben an, die Finanzierung einer Immobilie sei schwieriger geworden. 6 % sagen, aufgrund der Wirtschaftskrise von dem Wunsch nach Eigentum abgekommen zu sein und sich für die Miete entschieden zu haben. Jeder Fünfte hat vor, länger als geplant in seinem bisherigen Heim zu bleiben.

Renaissance der Städte - im Speckgürtel zählt die Lage

Die meisten Immobiliensuchenden möchten in die Stadt oder in die Nähe einer Stadt ziehen. Nur ein Drittel der Städter möchte in den Speckgürtel. Ein Trend, der durch die Finanzkrise verstärkt wird.

"Wir erleben derzeit eine Renaissance der Städte. Generell verspricht ein Wohnort in infrastrukturell bester Lage mehr Sicherheit in Bezug auf Arbeit. Hinzu kommen hohe Fahrtkosten und verkehrsbedingt lange Anfahrtszeiten, die die Beliebtheit eines Landsitzes, aber auch die der Regionen im Speckgürtel derzeit mindern. Städte punkten hingegen mit flexibleren Arbeitsmöglichkeiten und sehr guter Infrastruktur", erklärt Ertler die Situation am Markt.

2008 wollten Personen, die ihren derzeitigen Wohnsitz am Land hatten, diesen noch mehrheitlich bewahren; 2009 zieht es diese Gruppe jedoch vermehrt in die Nähe einer Stadt. Eine Chance für Gemeinden, die jetzt ihre Infrastruktur ausbauen. Weit vom bisherigen Wohnort wegziehen möchten allerdings die Wenigsten: 56 % suchen in ihrem jetzigen Bezirk nach einem neuen Heim, 26 % in der Nähe des derzeitigen Wohnortes. Nur 10 % suchen in einem anderen Bundesland.

Top-Lage und Top-Ausstattung bevorzugt

Die Top Umzugsgründe sind: Größe, Infrastruktur und Energieeffizienz. Lage und Ausstattung gewinnen noch stärker an Bedeutung. Immobilien in mäßigem Zustand und mit schlechten Energiewerten werden schwerer abzugeben. 11 % mehr als noch vor einem Jahr gaben an, die Energieeffizienz mit dem Umzug jedenfalls verbessern zu wollen. Die Top-Pluspunkte, die eine Immobilie haben sollte, sind Terrasse oder Garten. Weniger wichtig ist hingegen der Grünanteil der Umgebung geworden.

Zwei Drittel der Immobiliensuchenden bevorzugen Neubauten. Ein Viertel der Befragten strebt eine Wohnung in einem Altbau an. Die Baujahre 1950 bis 1980 haben ein Imageproblem; Verbesserung der Energiestandards, Modernisierung und Sanierung müssen hier Abhilfe schaffen.

Hot-Spots in der Nachfrage: Verkehrsachsen und Ferienregionen
Die Landeshauptstädte sind die klaren Gewinner in der Nachfrage 2008. Im Bundeslandvergleich verzeichnete das Burgenland den stärksten Rückgang in der Nachfrage, Kärnten hingegen den stärksten Zuwachs. In Niederösterreich dominiert der Speckgürtel um Wien, insbesondere die Südachse sowie die Westachse Richtung St. Plöten/Tulln. Der beliebteste niederösterreichische Bezirk ist Mödling, den stärksten Zuwachs gab es in St. Pölten-Land. Im Burgenland sind die nördlichen Gemeinden am Neusiedlersee begehrt, das Südburgenland ist dagegen wenig gefragt. In Oberösterreich verzeichnet insbesondere die Achse Linz-Wels-Steyr eine hohe Nachfrage, ebenfalls beliebt sind die Seenregionen in den Bezirken Gmunden und Vöcklabruck. In Salzburg dominiert die Landeshauptstadt und Salzburg-Umgebung. In der Steiermark ist neben Graz und Graz-Umgebung die Ferienregionen Schladming sehr beliebt. In Kärnten sind nach den Städten Klagenfurt und Villach die Bezirke Spittal, Klagenfurt Land und Villach Land am gefragtesten. In Tirol ist die Nachfrage in Innsbruck und in der Ferienregion Kitzbühel am stärksten. In Vorarlberg ist die Nachfrage in Dornbirn am größten.

Die Datenbasis

Die oben angegebenen Daten sind Ergebnis zweier Umfragen unter 807 Immobiliensuchenden und -Interessierten, die Anfang dieses Jahres und im Jänner 2008 von www.immobilien.net durchgeführt wurde. 59 Prozent aller Teilnehmer stammen aus Wien, weitere 18 Prozent aus Niederösterreich; der Rest verteilt sich zu nahezu gleichen Teilen auf die übrigen österreichischen Bundesländer. Am häufigsten war unter den befragten Personen das Durchschnittsalter von 31 bis 40 Jahren (33 Prozent) vertreten, ein Viertel der Teilnehmer war zwischen 21 und 30, 21 Prozent zwischen 41 und 50 und 10 Prozent 51 bis 60 Jahre alt. 59 % aller Befragten waren weiblich; 41 % männlich.

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Immobilien.NET, Mag. Martin Miesler
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