Innsbruck teuerste Landeshauptstadt

Immobilien.NET Studie: Wer in Österreich eine Immobilie kauft, muss im Westen am tiefsten in die Tasche greifen - Preisrückgänge in schlechten Lagen

Wien (OTS) - Noch stärker bestimmt die Lage den Preis von Immobilien in Zeiten der Finanzkrise. In Österreich sind die Immobilienpreise vor großen Schwankungen gefeit, dennoch gab es 2008 österreichweit einen leichten Rückgang bei den Hauspreisen. Miet- und Eigentumswohnungen wurden dagegen teurer. Der Immobilienkauf im Westen ist wesentlich teurer als in den östlichen Regionen Österreichs. Ein Vergleich der 2008 am Markt befindlichen Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand in den neun Landeshauptstädten zeigt: Innsbruck positioniert sich mit 2.872,-Euro/m2 Wohnfläche im Median beim Wohnungskauf erneut auf dem Spitzenplatz unter den Landesmetropolen. Platz zwei belegt Salzburg mit 2.831,- Euro/m2 im Median, die Bundeshauptstadt Wien reiht sich mit 2.524,- Euro/m2 auf Platz drei. Günstiger ist die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz - hier wird der Quadratmeter Wohnfläche bereits um 2.158,- Euro angeboten.

Teurer Westen, moderater Osten

Eisenstadt ist mit einem Angebotspreis von 1.143,- Euro/m2 Wohnfläche gemeinsam mit St. Pölten (1.137,- Euro/m2) am günstigsten. Graz, Linz und Klagenfurt positionieren sich im Mittelfeld - hier kosten Wohnungen im Median zwischen 2.000,- und 2.700,- Euro/m2 Wohnfläche.

Neben den Landeshauptstädten erzielen vor allem Ferienregionen Spitzenpreise bei Immobilien. Zu den teuersten Bezirken außerhalb Wiens zählt der Bezirk Kitzbühel mit einem Angebotspreis von 2.900,-Euro/m2 im Jahr 2008. Noch teurer ist die Stadt Kitzbühel. Hier kostet der Quadratmeter Eigentum in sehr gutem Zustand 3.810,- Euro. Im Osten werden diese Preise nur in Wien und im Speckgürtel um Wien erreicht. So kostete eine Wohnung in sehr gutem Zustand in Klosterneuburg 2.816 Euro/m2 im Jahr 2008. Insgesamt verzeichneten Oberösterreich (+6 Prozent) und Vorarlberg (+6 Prozent) im Österreichvergleich die höchsten Preissteigerungen seit 2007.

Aufgrund der stärkeren Nachfrage bei Mietwohnungen geraten die Mietpreise österreichweit nicht unter Druck. Preisanstiege gab es vor allem in den Landeshauptstädten. Innsbruck ist mit 9,8 Euro/m2 die teuerste Landeshauptstadt und hat im zweiten Halbjahr 2008 stark bei den Mietpreisen zugelegt (+12 Prozent). Zu erklären ist dies aufgrund des veränderten Angebots: Während in den letzten Jahren Baujahre um 1990 im Angebot standen, kommen nun vermehrt jüngere Baujahre auf den Markt. Auf Platz zwei bei den Mieten liegt Wien (9,1 Euro/m2), an dritter Stelle Salzburg mit 8,7 Euro/m2 im Median. Eisenstadt ist die einzige Landeshauptstadt in der die Mietpreise 2008 leicht gesunken sind. Graz, Eisenstadt und Klagenfurt zählen mit Preisen zwischen 6 und 7 Euro/m2 zu den günstigsten Landeshauptstädten in Österreich.

Preise für Miet- und Eigentumswohnungen in Wien steigen

Insgesamt sind die Angebotspreise für Wiener Eigentumswohnungen seit 2007 um 4 Prozent gestiegen. Unter den preislichen Spitzenreitern Wiens finden sich nach der Innenstadt (im Median 4.332,- Euro/m2) die Bezirke Josefstadt (3.487,- Euro/m2), Döbling (3.016,- Euro/m2) und Neubau (2.944,- Euro/m2). Weit günstiger ist der Wohnungskauf in den meisten Wiener Bezirken außerhalb des Gürtels. Den größten Preisanstieg gab es in der Josefstadt (+17%). Zu den günstigsten Bezirken 2008 zählten Favoriten (im Median 1.600,-Euro/m2), Simmering (1.604,- Euro/m2) und Rudolfsheim-Fünfhaus (1.785,- Euro/m2). Innerhalb des Gürtels können Wohnungssuchende am ehesten in Margarethen (im Median 2.392,- Euro/m2) oder der Leopoldstadt (2.398,- Euro/m2) ein Schnäppchen schlagen.

Die Mietpreise sind im Jahresvergleich in Wien um 6 Prozent gestiegen. Neben der Innenstadt (14,3 Euro/m2) zählen die Bezirke Döbling (11,5 Euro/m2) sowie die Donaustadt (10,2 Euro/m2), diese vor allem durch eine große Anzahl an Neubauten, zu den teuersten Bezirken Wiens. Die größten Preisanstiege bei den Mieten seit 2007 gab es in der Leopoldstadt, in Ottakring und in der Josefstadt. Am günstigsten mietet man in Wien in den Bezirken Simmering (7 Euro/m2), aber auch in Favoriten (7,5 Euro/m2).

Die Datenbasis

Immobilien.NET erhebt als größte heimische Immobilienplattform in regelmäßigen Abständen Trend- und Marktstudien. Aufgrund der hohen Datenbasis tragen diese Erhebungen maßgeblich zur Erhöhung der Markttransparenz bei. Den oben genannten Angaben lagen insgesamt 24.238 Eigentumswohnungen und 16.180 Mietwohnungen in Österreich zu Grunde, die im Jahr 2008 über professionelle Immobilienanbieter auf www.immobilien.net angeboten wurden. In die Ermittlung des Medians flossen sowohl gebrauchte als auch neue Immobilien ein. Um ein noch aussagekräftigeres Ergebnis zu erhalten, wurde in einigen Fällen eine Differenzierung nach Zustand vorgenommen.

Grafiken und Preistabellen finden Sie auf www.immobilien.net/presse

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