Hunderte T-Shirts gegen Kirchenfrust

Wien (OTS) - Im Minutentakt posten Jugendliche auf einer Internet-Plattform T-Shirts, mit denen sie ihrem Ärger über die Kirchenkrise Luft machen, und deponieren, warum sie trotzdem der Kirche treu bleiben wollen. Angesichts der positiven Entwicklungen ist der Webauftritt seit heute unter der Adresse www.aufbauen-statt-abhauen.at zu finden.

Mit großer Erleichterung haben die Initiatoren der Internet-Plattform trotz-speiben-bleiben.at den Verzicht von Gerhard Maria Wagner aufgenommen. "Wagner gebührt großer Respekt für diese Entscheidung. Größte Hochachtung gebührt aber Kardinal Schönborn und den anderen österreichischen Bischöfen, die in den letzten Tagen nichts unversucht gelassen haben, um einen Ausweg aus der Krise zu finden", so die Geschäftsführerin der Katholischen Jugend Wien, Nina Sevelda.

Die Zugriffszahlen auf die provokante Homepage haben die Befürchtungen der Initiatoren eindrucksvoll belegt. "Wir hatten innerhalb weniger Stunden tausende Zugriffe auf die Seite, im Minutentakt wurden neue T-Shirts gepostet und Statements hinterlassen", berichtet Initiator Stephan Bazalka.

"Homepage hat mir Mut gemacht"

Die Nachrichten der Jugendlichen bestätigen, wie dringend notwendig ein derartiges Ventil ist. Michael Gansterer, 26-jähriger Oberministrant aus Wien, schreibt: "Ich war echt kurz davor auszutreten. Mit der Initiative wurde mir aber klar, dass sich ganz viele in der Kirche darüber ärgern und nicht damit abfinden. Das hat mir Mut gemacht!" Alexander, ein anderer User, bedankt sich für die "tolle Möglichkeit, sich konstruktiv Luft zu verschaffen".

Für manche dürfte die Initiative zu spät kommen. In einem E-Mail an die Organisatoren heißt es: "Danke für ihre Aktion. Für mich leider zu spät, ich bin vorige Woche ausgetreten." Derartige Rückmeldungen ermutigen die Betreiber, die Website weiter anzubieten. "Die Wut hat sich großteils gelegt, das Anliegen, Kritik zu äußern, gibt es aber weiter", berichtet Sprecher Florian Unterberger. "Dass es überhaupt zu solchen Berufungen kommen kann, ist nach wie vor ein ungelöstes Problem. Auch die angestrebte Wiederaufnahme der Piusbruderschaft wollen die Katholiken nicht einfach so hinnehmen."

Ab heute ist die Internet-Plattform unter der Adresse www.aufbauen-statt-abhauen.at zu erreichen. Man habe sich nämlich entschlossen, die bessere Stimmung auch in einer geänderten Internetadresse zum Ausdruck zu bringen. "Wem aber nach wie vor zum Speiben zumute ist, erreicht sie natürlich auch weiter unter der alten Adresse", so Unterberger schmunzelnd.

Druckfähige Fotos aus ganz Österreich finden sich auf der Homepage www.aufbauen-statt-abhauen.at unter "Presse".

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Florian Unterberger
Katholische Jugend
Tel.: 0664/840 34 36
f.unterberger@katholische-jugend.at

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