Misshandlungsvorwurf: Grüne Wien empört über die zynische Reaktion der Polizei

Vassilakou: Persönliche Entschuldigung beim Opfer und angemessene Entschädigung gefordert

Wien (OTS) - Die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou, reagiert empört auf die heutige zynische Reaktion der Polizei auf den tragischen Verwechslungsfall an diesem Wochenende. Ein unbescholtener Lehrer war von der Polizei irrtümlicherweise in aller Öffentlichkeit von Polizisten in Zivil ohne Vorwarnung verprügelt worden, wie der Kurier berichtete. "Mit einer an die Lebensgefährtin des Opfers überbrachten Entschuldigung ist es keinesfalls getan. Dies kann weder die erlittenen Schmerzen, noch die wochenlange Arbeitsunfähigkeit des Opfers wettmachen", so Vassilakou.

Besonders scharf kritisiert Vassilakou die in der Aussendung der Polizei eingeforderte Mitwirkungspflicht der Betroffenen. "Damit suggeriert die Polizei, als hätte der Geschädigte selbst Schuld daran, dass er von den Polizisten verprügelt worden ist", so Vassilakou. "Egal ob es sich um eine Verwechslung handelt oder nicht; es kann nicht sein, dass auf Menschen ohne Vorwarnung einfach losgeprügelt wird und sich dann auf die Mitwirkungspflichten der Betroffenen ausgeredet wird."

Vassilakou fordert nochmals eine persönliche Entschuldigung der Polizei beim Opfer selbst und angemessene Entschädigung. "Konsequenzen muss es auch für das offenbar schlechte Personalmanagement der Skandal gebeutelten Wiener Polizei geben. Augenscheinlich war das eingesetzte Personal in diesem Fall nicht nur überfordert, sondern unter Umständen auch für diese Aufgabe nicht einmal geeignet ist", so Vassilakou.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, 0664 831 74 49
http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0008