90 Jahre Frauenwahlrecht: Gleichstellung bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch lange nicht erreicht

JG fordert Aufbrechen starrer Diskussionsmuster

Wien (SK) - "90 Jahre Frauenwahlrecht geben Anlass, neben der Bedeutung dieser Errungenschaft für Frauen auch auf die noch fehlenden Schritte zur tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann hinzuweisen", betonten Tina Tauß, Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ und Birgit Hierhacker, Leiterin des Bundesfrauenarbeitskreises der JG. Nach den Jahren des Stillstands und Rückschritts in der Frauenpolitik unter Schwarz/Orange/Blau wurde durch die SPÖ in Bereich der Gleichstellung viel erreicht, wie die Flexibilierung des Kindergeldes, die Kinderbetreuungsoffensive, das Gratis-Kindergartenjahr, etc. Dennoch sei noch viel zu tun. Besonders in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wie Hierhacker hervor hob. ****

Sechs Tage nach Gründung der Ersten Republik wurde am 18.12.1918 das "allgemeine, gleiche, direkte und geheime Stimmrecht ohne Unterschied des Geschlechtes" beschlossen. Am heutigen Tag vor 90 Jahren wählten die Frauen in Österreich zum ersten Mal. "Dieser Meilenstein wurde von den SozialdemokratInnen erkämpft. Eine der wichtigsten Errungenschaften und der erste Schritt zur Gleichstellung von Mann und Frau", so Hierhacker. Heute, viele Jahre später, herrschen immer noch starre Diskussions- und Verhaltensmuster in Sachen Gleichstellung vor, bedauert die Leiterin des JG-Bundesfrauenarbeitskreises.

Kinderbetreuung ist auch Männersache

Im Bereich der Kindererziehung ist ein Bruch in der Gleichstellung zu orten. "Neben der oftmals fehlenden Infrastruktur in ländlichen Gemeinden kämpfen berufstätige Mütter immer noch gegen das Vorurteil, aufgrund ihrer Berufstätigkeit als schlechte Mutter angesehen zu werden.", sieht Tina Tauß akuten Handlungsbedarf. "Es muss in der Gesellschaft ein Umdenken geschehen. So wichtige Aufgaben wie Kindererziehung müssen von beiden Elternpaaren gleichermaßen erfüllt werden."

"Die Junge Generation in der SPÖ fordert das Aufbrechen dieser starren Diskussions- und Verhaltensmustern. Die Vereinbarkeitsfrage zwischen Beruf und Familie darf nicht nur von Frauen beantwortet werden. Es betrifft Männer und Frauen gleichermaßen", unterstrich Hierhacker. In der Jungen Generation forcieren wir ein Umdenken der Gesellschaft - Frauen und Männer müssen sich im selben Ausmaß mit der Thematik Vereinbarkeit von Beruf und Familie auseinandersetzten. (Schluss) df

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0005