90 Jahre Frauenwahlrecht: Der Kampf muss weitergehen!

Utzig: "Kampf für gleiche Rechte und Chancen für Frauen noch lange nicht vorbei"

Wien (SK) - "Als am 16. Februar 1919 zum ersten Mal Frauen zur Wahlurne schreiten konnten, war dies Ergebnis eines langen und harten Kampfes von Frauen für mehr Gleichberechtigung. Jedes Recht, das in den letzten Jahrzehnten für Frauen erwirkt wurde, jeder Schritt, der Frauen näher zu dem Ziel einer wirklich Gleichstellung der Geschlechter führte, war Ergebnis eines harten und langwierigen Kampfes von Frauen(bewegungen) gegen patriarchale Strukturen", würdigt Christine Utzig, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), die Leistungen von Frauenbewegungen anlässlich des Jubiläums "90 Jahre Frauenwahlrecht". ****

"Es war ein Meilenstein, als Frauen zum ersten Mal das demokratische Recht, zu wählen, das ihnen so lange verwehrt blieb, nutzen konnten. Und es gab viele Meilensteine in den letzten 90 Jahren. Dennoch sind wir noch meilenweit von einer wirklichen Gleichstellung der Geschlechter entfernt, " so Utzig. "Nach wie vor ist es Frauen vorbehalten, den größten Teil der unbezahlten Reproduktionsarbeit zu übernehmen, nach wie vor verdienen Frauen um ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen und nach wie vor finden sich weniger Frauen in Führungspositionen. Wir sehen also, dass der Kampf für gleiche Rechte und Chancen für Frauen noch lange nicht vorbei ist."

Utzig weiter: "Davon zu sprechen, Diskriminierung von Frauen gehöre der Vergangenheit an, ist eine Ausblendung gesellschaftlicher Realität. Auch wenn in den letzten Jahren eine Vielzahl an frauendiskriminierenden Strukturen abgebaut wurden, ist es ein Irrglaube, dass Frauen alles erreichen können, was sie wollen. Denn es ist ein Faktum, dass Frauen in der Arbeitswelt an eine gläserne Decke stoßen und dass es Netzwerke gibt, die Frauen ausschließen. Gerade jetzt erleben wir wieder, dass angesichts der Wirtschaftskrise frauenspezifischen Anliegen, wie beispielsweise der Einführung einer Quote in politischen Gremien, öffentlichen Institutionen und Aufsichtsräten, keine Wichtigkeit zugemessen wird. Für uns hat Frauenpolitik aber immer Hochkonjunktur!"(Schluss) up/sv

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