Rübig: 23 EU-Millionen für Familienbetriebe

Bürokratieabbau und finanzielle Erleichterungen vorrangiges Ziel

Brüssel, 16. Februar 2009 (ÖVP-PD) "Unsere Familienbetriebe müssen gerade in Zeiten der globalen Finanzkrise die größte Aufmerksamkeit und Unterstützung vor allem auch von Seiten der EU erfahren. Ich freue mich daher, dass der Small Business Act den heimischen Klein- und Mittelbetrieben nicht nur die nötige Sicherheit bietet, sondern die EU ihnen auch finanziell unter die Arme greifen wird", sagte heute der Industriesprecher des ÖVP-Europaklubs, Dr. Paul Rübig, anlässlich der Konferenz zur 'Europäischen Wirtschaftsbelebung', die mit nationalen und europäischen Abgeordneten aus allen 27 EU-Ländern im Europäischen Parlament in Brüssel stattfindet. Erst vergangene Woche stimmte der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments dem Small Business Act mit großer Mehrheit zu. "Damit stehen nicht nur 23 Millionen Euro für KMU zur Verfügung, es werden auch endlich von mir seit langem geforderte Punkte realisiert, vor allem der rasche Bürokratieabbau, der oft zu Recht eine große Belastung für kleine Unternehmen ist." ****

In einer zweitägigen, hochrangig besetzten Gemischt-Parlamentarischen Konferenz, an der unter anderem auch der tschechische EU-Ratsvorsitzende und Finanzminister Miroslav Kalousek, EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering, EU-Kommissar Joaquin Almunia sowie der Präsident der Europäischen Nationalbank Jean-Claude Trichet teilnehmen, werden die Abgeordneten in Arbeitsgruppen ihre nationalen Sichtweisen und Problematiken in neue europäische Zukunftsideen zur raschen Umsetzung und Bewältigung der Wirtschafskrise ausarbeiten.

"Im Small Business Act wird das erste Mal der europäische Mittelstand in den Mittelpunkt der europäischen Gesetzgebung gestellt. Er legt einen anspruchsvollen und abgestimmten Rahmen für die EU und ihre Mitgliedstaaten fest und zielt darauf ab, die grundsätzliche Haltung zum Unternehmergeist in unserer Gesellschaft zu verbessern. Das Prinzip 'Vorfahrt für KMU' wird in der europäischen Politik und in den Verwaltungen verankert", informiert Rübig. "Wir wollen den europäischen Unternehmen und vor allem dem Mittelstand helfen, noch stärker und schneller wachsen zu können und alle Wachstumshindernisse auf der europäischen Ebene auszugrenzen."

Der Small Business Act (SBA) für Europa wendet sich dabei an alle Unternehmen, die wirtschaftlich unabhängig sind, weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz oder eine Bilanz unter einem bestimmten Grenzwert besitzen. "Das betrifft 99 Prozent aller europäischen Unternehmen und 100 Millionen Arbeitsplätze", so Rübig. "Den KMU muss aber vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Schutz des geistigen Eigentums sowie bei den Patenten und den Investitionen in Bildung mehr Beachtung geschenkt werden. Denn nur nachhaltige KMU sind auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten standortsicher", so Rübig abschließend.

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