Deutschland:...Lefebvrianer (4)

"Gefahr einer Parallelkirche"

Der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, P. Federico Lombardi SJ, hat bei einer Begegnung mit österreichischen Journalisten, die unter Führung von "Medien-Bischof" Egon Kapellari in Rom waren, in der Vorwoche die Beweggründe für die Aufhebung der Exkommunikation der vier lefebvrianischen Bischöfe neuerlich klargestellt. Bei den Lefebvrianern sei die Sorge des Papstes, dass diese "illegal, aber gültig" geweihten Bischöfe eine Parallelkirche aufbauen. Daher wollte der Papst einen ersten Schritt setzen und mit der Aufhebung der Exkommunikation "die Hand zum Gespräch reichen". Diese Aufhebung der Exkommunikation bedeute aber keine "Rehabilitierung", sondern den Anfang eines Gesprächsprozesses. In den Gesprächen mit der "Pius-Bruderschaft" gehe es jetzt um die volle Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Autorität der Päpste ab Johannes XXIII. als Vorbedingung für eine Rückkehr der "Pius-Bruderschaft" in die katholische Kirche.

P. Lombardi verwies zugleich darauf, dass man keinen Vergleich zwischen den Lefebvrianern und etwa der "Befreiungstheologie" ziehen könne. Bei den Lefebvrianern bestehe wegen des Aufbaus einer eigenen Hierarchie die Gefahr der Entstehung einer Parallelkirche; die "Befreiungstheologen" hätten keinerlei Schritte in diese Richtung unternommen. (ende)
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