Korun: Mutmaßliche Polizeigewalt aufgrund der Hautfarbe restlos aufklären

Grüne: Pauschalverurteilungen wegen der Hautfarbe geben Anlass zur Sorge

Wien (OTS) - Der Vorfall, bei dem ein US-amerikanischer Lehrer der Vienna International School von der Polizei mutmaßlich für einen Drogendealer gehalten und verletzt wurde, ist leider ein weiterer in einer langen Kette von Verletzungen von dunkelhäutigen Menschen im Zuge von polizeilichen Amtshandlungen. "Es kann nicht sein, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe von der Polizei pauschal der Dealerei verdächtigt und in inakzeptabler Art und Weise ,beamtshandelt' werden, so dass sie anschließend im Spital landen", kritisiert die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

"Jemand aufgrund seines Aussehens und noch dazu ohne Hinweise auf verbotene Aktivitäten zuerst zu prügeln und ihm erst dann mitzuteilen, womit er beschuldigt wird, sind Rambo-Methoden, die bei der österreichischen Polizei keinen Platz haben dürfen. Der Vorfall bestätigt einmal mehr die Berechtigung der jahrelangen Forderung der Grünen, dass mutmaßliche Polizeiübergriffe gegen BürgerInnen nicht durch die Polizei selbst überprüft werden sollen. Wir erwarten uns eine unabhängige und neutrale Überprüfung dieses und ähnlich gelagerter Vorfälle", schließt Korun.

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