FPÖ-Frauensprecherin Gartelgruber: 90 Jahre Frauen an der Wahlurne

Gedenken an die Pionierinnen der Demokratie ist Auftrag für die Zukunft

Wien (OTS) - Am Sonntag, dem 16. Februar 1919, waren in Österreich erstmals alle Frauen zur Wahl der Nationalversammlung mit aktivem und passivem Wahlrecht zugelassen. Voraussetzung dafür war das am 12. November 1918 verabschiedete Gesetz über die Staats- und Regierungsform von Deutsch-Österreich, worin das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Stimmrecht aller Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts für die Wahlen der Vertretungskörperschaften auf parlamentarischer, Landes- und Gemeindeebene grundsätzlich festgelegt worden war. Bereits seit den 1890er Jahren hatten sich unterschiedliche Gruppen, wie die Sozialdemokratische Partei in ihrem Parteiprogramm und bürgerliche liberale Frauen aus der Frauenbewegung, mittels Petitionen und öffentlicher Versammlungen dafür eingesetzt. Beide Bewegungen nahmen damit auch internationale Strömungen auf, die sich auf unterschiedlichen Wegen dem Kampf um das Frauenwahlrecht widmeten.

Die Beteiligung der Frauen an der Wahl zur Nationalversammlung am 16. Februar 1919 lag bei 82 % und sie stellten mit 52 % die Mehrheit der Wähler. Die Zahl der Frauen, die 1919 den Einzug in den Nationalrat schafften, war gering. Dennoch kam neben acht Sozialdemokratinnen und einer Abgeordneten der Christlich Sozialen Partei auch eine Vertreterin der Großdeutschen Partei ins Parlament. Bis 1934 verblieb dann die Gesamtzahl der weiblichen Abgeordneten zwischen 3,6 % und 7,4 %.

FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber nimmt den 90. Jahrestag der ersten Nationalratswahl mit Frauenbeteiligung zum Anlass, den Pionierinnen der Jahrhundertwende in Anerkennung zu gedenken: "Mutige Frauen aus allen damals bedeutenden politischen Lagern haben das wichtige Anliegen des Frauenwahlrechts durchgesetzt und in weiterer Folge selbst Verantwortung übernommen. Diese Aufbauarbeit ist die Grundlage nicht nur der politischen, sondern auch der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die wir in Österreich zu einem hohen Grad verwirklicht haben. Ich betrachte das Vorbild der Frauen von 1918/19 als Auftrag, Frauenanliegen politisch auch weiterhin mit aller Vehemenz zu vertreten und die Rechts- und Lebensumstände der Österreicherinnen weiter zu verbessern."

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