Zweiter Nationalratspräsident Fritz Neugebauer anlässlich 90 Jahre Frauenwahlrecht

Wien, 15. Februar 2009 (ÖVP-PK) Am 16. Februar 2009 jährt sich zum 90. Mal ein „wichtiger Tag nicht nur für die österreichischen Frauen, sondern auch für den Parlamentarismus in unserem Land: Am 16. Februar 1919, anlässlich der Wahlen zur Nationalversammlung, waren erstmals alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aufgerufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen“, erinnerte der Zweite Nationalratspräsident Fritz Neugebauer an die Tatsache, dass Frauen erstmals das passive und aktive Wahlrecht ausüben konnten. ****

Der Weg hin zum allgemeinen, geheimen und gleichen Wahlrecht sowie zum Frauenwahlrecht im Besonderen war auch in Österreich ein langer Prozess gewesen. Neugebauer hob in diesem Zusammenhang den „unermüdlichen Einsatz zahlreicher engagierter Frauen“ hervor, die über Jahrzehnte hinweg für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung gekämpft hatten, bis „nach den Wahlen vom 16. Februar 1919 schließlich neun Frauen in die Nationalversammlung einziehen konnten“, darunter etwa auch die beiden Politikerinnen Hildegard Burjan, Gründerin der Caritas Socialis, oder die Sozialdemokratin Adelheid Popp.

Für Neugebauer sind 90 Jahre Frauenwahlrecht ein Anlass, um „nicht nur der Vorkämpferinnen zu gedenken, sondern auch an die politischen Entscheidungsträgerinnen- und -träger aller Fraktionen zu appellieren, einerseits der Chancengleichheit von Frauen zum Durchbruch zu verhelfen, andererseits dies zum Anlass zu nehmen, sich für Demokratie und Parlamentarismus in politisch und sozial benachteiligten Ländern einzusetzen. Hier ist jede und jeder von uns gefordert, im unmittelbaren Umfeld tätig zu werden“. Neugebauer verwies dabei auch auf die Diskussionen in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, in der sehr konkret die Achtung der Menschenrechte und die Entwicklung des Parlamentarismus und demokratischer Verhältnisse - insbesondere auch das Thema Frauenrechte - aufgearbeitet werde.

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