Tourismus-Gemeinden leiden unter Investitionseinbrüchen

Ein Drittel der Gemeindeinvestitionen ist tourismusrelevant

Wien (Gemeindebund) - Mit einer ernsten Warnung meldete sich heute der Bürgermeister von Lech am Arlberg und zugleich Chef des Gemeindebund-Tourismusausschuss Ludwig Muxel zu Wort. "Die Investitionen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft gehen spürbar zurück", berichtet Muxel. "Viele Bauvorhaben, die die Unternehmen traditionell im Frühjahr angehen, werden heuer nicht stattfinden."

"Als Bürgermeister von Lech nehme ich wahr, dass die Anträge für Um-oder Zubauten für Frühling 2009 massiv abgenommen haben", so Muxel. "Ich halte das für eine direkte Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Unternehmer sind sehr vorsichtig geworden." Gerade deshalb sei ein eigenes Konjunkturpaket für Gemeinden von essentieller Bedeutung. "Rund ein Drittel der Investitionen, die von Gemeinden getätigt werden, sind tourismusrelevant und Voraussetzung für eine funktionierende Fremdenverkehrs- und Freizeitwirtschaft. Wenn nun weder Gemeinden, noch Hoteliers investieren können, dann wird sich das sehr rasch dramatisch auswirken", so Muxel.

Schon am Gemeindetag 2008 in Salzburg stand die Bedeutung der Gemeinden für den Tourismus im Mittelpunkt der Beratungen. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium hatte der Gemeindebund eine diesbezügliche Studie vorgestellt. "Eine der Kernaussagen war, dass gerade die kleinen Gemeinden für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft von besonderer Bedeutung sind", erinnerte Muxel. "Ohne die Gemeinden funktioniert Tourismus nicht. Und wenn diese Kleingemeinden nicht investieren können, dann leidet auch die Hotellerie." Um die Gästezahlen konstant zu halten mahnte Muxel auch mehr Anstrengungen ein, interkommunal zu arbeiten. "Alle Experten sagen uns, dass die Zukunft des Fremdenverkehrs in gemeindeübergreifendem Destinationsmanagement liegt. Hier sind natürlich auch die Gemeinden und Tourismusverbände gefordert, ihre Hausaufgaben zu erledigen."

Muxel unterstützte daher auch vehement Mödlhammers Forderung nach einer Konjunkturmilliarde für die Gemeinden. "Ich bin sicher, dann werden auch die Unternehmer neuen Mut fassen und die notwendigen Investitionen tätigen."

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