Steuerreform: Familienverband begrüßt Entlastung der Familien

KFÖ-Präsident Steindl: "Spürbare Entlastung für steuerpflichtige Eltern" - Steuerliche Entlastung der Familien im Umfang von rund 510 Millionen Euro

Wien, 10.2.09 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) begrüßt die im Rahmen des Steuerreformpakets beschlossene finanzielle Entlastung der Familien ausdrücklich. Wie KFÖ-Präsident Clemens Steindl im Gespräch mit "Kathpress" betonte, bedeute die im Ministerrat beschlossene Einführung des Kinderfreibetrages, die Erhöhung des Kinderabsetzbetrages und die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten eine "spürbare Entlastung für steuerpflichtige Eltern".

Zugleich wies Steindl darauf hin, dass die steuerliche Neuregelung ein "längst überfälliger Schritt" sei. So wurden Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag zuletzt vor elf Jahren neu geregelt und angepasst. "Bedauerlich" sei laut Steindl, dass die vom Familienverband seit Jahren eingeforderte regelmäßige Valorisierung der Familienleistungen nicht gesetzlich festgeschrieben wurde.

Nach Berechnungen des Familienverbandes beträgt die durchschnittliche Entlastung für Familien mit Kindern unter Einbeziehung der 13. Familienbeihilfe, aber ohne Einrechnung der Tarifreform, von der jeder Lohnsteuerpflichtige profitiert, für ein Kind unter 10 Jahren etwa 700 Euro, für ein Kind über 10 Jahren etwa 350 Euro pro Jahr. "Das ist eine deutliche Entlastung der Familien, wie sie in den vergangenen Jahren nicht in diesem Ausmaß stattgefunden hat", so Steindl.

Steindl begrüßte darüber hinaus die Ankündigung von Staatssekretärin Christine Marek, die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten an die Betreuung durch pädagogisch qualifizierte Personen zu koppeln, diese Koppelung jedoch nicht auf institutionelle Kinderbetreuungseinrichtungen zu beschränken. Nur so könne auch die "Wahlfreiheit der Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder gewahrt bleiben", so Steindl.

Die im Ministerrat beschlossene Steuerreform, die rückwirkend mit 1. Jänner 2009 in Kraft tritt, sieht eine finanzielle Entlastung der Familien von insgesamt rund 510 Millionen Euro vor. (ende) K200901465
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