Strache: Scharfer FPÖ-Protest gegen inakzeptables EU-Gentechnik-Diktat

EU-Kommission will uns Gentechnik auf Tellern und Feldern aufzwingen

Wien (OTS) - "Bereits im März will die EU-Kommission die EU-Umweltminister über Österreichs Anbauverbote der Genmais-Sorten MON 810 und T25 abstimmen lassen", berichtet FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. "Sollte dabei keine >qualifizierte Mehrheit< zustande kommen, entscheidet die Kommission wie üblich im Alleingang. Brüssels Chuzpe übertrifft damit unsere schlimmsten Befürchtungen. Man hat sich nur wenige Monate Zeit gelassen, um nach unseren Importverboten auch unsere Anbauverbote aufzuheben."

Dieses ungeheuerliche, diktatorische Vorgehen der EU-Zentralisten und Gentechnik-Lobbyisten, sei umso unerträglicher als es sich bei der Genmaissorte MON 810 um jenes Konstrukt handle, das erst kürzlich als erheblich gesundheitsgefährdend entlarvt wurde. Das Italienische Forschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Infan) habe im November des Vorjahres die Ergebnisse seiner Fütterungsstudie veröffentlicht, die erschreckend seien. So hätten die Versuchstiere Organschädigungen, Entzündungen und signifikante Veränderungen des Immunsystems gezeigt.

Strache weiter: "Kritische Studien werden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) allerdings nicht für Zulassungsverfahren herangezogen. Wo aber lediglich auf Basis von Herstellergutachten beurteilt wird, kann von Objektivität und Konsumentenschutz keine Rede sein."

Auch die Verwendung von Herbiziden der Firma Monsanto, die für die Sorte MON 810 verantwortlich zeichne, sei von einer französischen Untersuchung kürzlich - wegen blockierter Zellatmung und Zellsterben nach dem Einsatz der Spritzmittel - als tödliche Gefahr enttarnt worden, erklärt Strache.

"Dass Brüssel alle diese Warnungen in denselben Wind schreibt, der die ersten Gensaaten auf österreichischem Boden - so sie angebaut werden - bald auch über die Felder unserer Bio-Landwirtschaft tragen und diese durch Auskreuzungen verseuchen und mittelfristig ruinieren wird, sagt alles über die Fahrlässigkeit, die in den eurokratischen Tintenburgen regiert", empört sich Strache, der abschließend festhält: "Mit einem Bund souveräner Staaten hat diese EU nicht das geringste zu tun. Die FPÖ sieht sich deshalb in ihrer verinnerlichten EU-Skepsis und ihrer entschlossenen Ablehnung des Verfassungsdiktates von Lissabon einmal mehr bestätigt."

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