Kunasek: "Erst Heimatschutz, dann Auslandseinsätze!"

Wien (OTS) - FPÖ-NAbg. Mario Kunasek, Mitglied im Landesverteidigungsausschuss, kritisiert die Prioritäten von Bundesminister Darabos aufs Schärfste: "Im Inland zu sparen und in teure Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres zu investieren - das ist der falsche Weg! Selbst die Offiziersgesellschaft und führende Militärs bestätigen die dramatische Situation."

Mittlerweile habe sich auch die Offiziersgesellschaft des österreichischen Bundesheeres zu Wort gemeldet, dass sie eine weitere Verschlechterung der budgetären Lage befürchte. "Der Präsident der Offiziersgesellschaft, Eduard Paulus, befürchtet eine Halbierung des Heeresbudgets um 150 Millionen Euro - Militärkommandant Gottfried Schröckenfuchs bestätigt, dass sich das Bundesheer finanziell am unteren Limit befindet", betont Kunasek nachdrücklich.

Diese Entwicklung sei nicht zu verstehen. Kunasek: "Ständiges Sparen bei der Sicherheit und der Ausbildung im Inland - das fällt einem irgendwann auf den Kopf!". Für ihn sei klar: "Zuerst der Heimatschutz, dann erst der Auslandseinsatz!". Der steirische FP-Abgeordnete zieht ganz klare Prioritäten und stellt sich auf die Seite der kritischen Stimmen aus dem Bundesheer: "Man kann nicht in teure Auslandseinsätze investieren, wenn die Standards im Inland nicht gehalten werden können!"

Innerhalb des Bundesheeres werde des Weiteren befürchtet, dass es in Zukunft weniger Ausbildung und Übungen geben wird. Kunasek: "Der chronische Budgetmangel bewirkt dass es kein Geld für Ausbildung, Ausrüstung und Überstunden gibt. Das wiederum löst große Unzufriedenheit bei der Truppe aus. Auch die Führungsfähigkeit des Kaderpersonals leidet unter den Einsparungen bei Übungen und Ausbildung."

Für die FPÖ sei aufgrund der laufenden Entwicklungen klar, dass das Bundesheer - wie schon in den letzten Jahren - 'ein Stiefkind der Bundesregierung' sei. Kunasek appelliert abschießend in Richtung Verteidigungsminister: "Es liegt nun an Bundesminister Darabos, die Bedenken der Offiziere und aller anderen Soldaten ernst zu nehmen und umgehend eine Trendumkehr einzuleiten."

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