GLOBAL 2000 zu Daten der Biotech-Lobby: Nichts als tarnen, tricksen und täuschen

Gentech-Anbau in Europa erfolglos!

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der industriefinanzierten Daten zum weltweiten Gentech-Anbau präsentiert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 das Hintergrundpapier "Die Daten der Biotech-Lobby: Nichts als tarnen, tricksen und täuschen". Jedes Jahr wird aufs Neue bejubelt, dass sich der Gentech-Anbau immer größerer Beliebtheit erfreue - obwohl die Fakten eine andere Sprache sprechen. "Das von der Biotech-Lobby vorgelegte Datenmaterial ist mit falschen Behauptungen und manipulierten Statistiken gespickt, ein unseriöses Propagandainstrument", so Jens Karg, Gentech-Sprecher von GLOBAL 2000.

Die Analyse der UmweltschützerInnen zeigt, wie die europäische Lobbyorganisation EuropaBio Fakten verfälscht. Die manipulierte Darstellung führt zu der Behauptung, dass der Anbau der Gentech-Pflanzen in der EU im Jahr 2008 um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sei. Überprüft man die Daten, errechnet sich eine Reduktion des Anbaus um zwei Prozent. "Die Daten sind alles andere als seriös. In Frankreich darf seit Herbst 2007 kein Gentech-Mais angebaut werden. Damit verringert sich die Fläche, auf der Gentech-Pflanzen angebaut werden, deutlich. Weil diese Fakten nicht in das Zahlenspiel der Industrie passen, fällt Frankreich einfach aus der Bilanzierung", empört sich Karg. Auch die Änderungen in Rumänien durch den EU-Beitritt werden nicht berücksichtigt. Vor dem Beitritt wurde in Rumänien noch eine Fläche von 90.000 Hektar mit Gentech-Pflanzen bewirtschaftet, 2008 sind es nur noch 7.146 Hektar, belegen die UmweltschützerInnen das Anbau-Minus.

"Der Anbau der Gentech-Pflanzen in Europa ist erfolglos. Nur sieben Länder in Europa bauen Gentech-Pflanzen an und das auf 0,21 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche und der Trend ist rückläufig. Die Europäer wollen keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller, das wird sich auch durch manipulierte Statistiken nicht ändern", sagt Karg.

Die Studie und Hintergrundmaterial ist unter www.global2000.at abrufbar.

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