Ganz Wien im Zeichen der Evolutionstheorie

Über ein Dutzend Veranstaltungen im Charles-Darwin-Jahr 2009 der Stadt Wien

Wien (OTS) - Mit einer Veranstaltung der Wiener Vorlesungen
beginnt am Donnerstag, dem 200. Geburtstag des Naturforschers, das Charles-Darwin-Jahr 2009 der Stadt Wien. Über 12 Veranstaltungen sorgen für ein tieferes Verständnis der Evolutionstheorie und ihrer Folgen.

Drei fundamentale Kränkungen kennt laut Freud die Geschichte des Menschen: Die erste Kränkung fügte der Menschheit die Entdeckung zu, dass sich die Erde um die Sonne dreht und wir uns nicht im Mittelpunkt des Universums befinden. Für die dritte Kränkung übernahm Freud selbst die Verantwortung: Er wies nach, dass wir nur einen beschränkten Teil des Bewusstseins kontrollieren. Dazwischen war Darwin: Er konnte beweisen, dass Gott den Menschen nicht nach seinem Ebenbild erschaffen hatte - sondern, dass der Mensch dem Tierreich entstammt.

Wiener Vorlesungen

Mit der Wiener Vorlesung "Entzauberung der Welt - Beleidigung des Menschen?" startet das von der Stadt Wien initiierte Charles-Darwin-Jahr 2009. In einem Podiumsgespräch mit Andrea Barta, Birgit Dalheimer, Susanne Heine, Gerd Müller, Alfred Pfabigan und Anton Zeilinger. "Es sind nur wenige geniale konsistente umfassende Entwürfe, die das gegenwärtige wissenschaftliche Weltbild geformt haben", so Hubert Christian Ehalt, Koordinator der Wiener Vorlesungen: "Charles Darwins Evolutionstheorie ist wohl der wichtigste und heute wirksamste darunter. Am 12. Februar erfährt man von international renommierten ExpertInnen, wie Darwins Evolutionstheorie heute rezipiert wird, wer sie kritisch sieht, wie sie weitergedacht wird und wo sie gänzlich missverstanden wurde." (12. Februar, Aula der Wissenschaften, ÖAW, Wollzeile 27a, 1010 Wien, 19 Uhr)

Zahlreiche Veranstaltungen und Symposien

Über ein Dutzend weiterer Veranstaltung - Symposien, Ausstellungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen - sollen das Verständnis für die Evolutionstheorie vertiefen: Ab 3. März lädt die Österreichische Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Universität Wien und den Wiener Vorlesungen zum Symposium "Evolution - Die Grundlage für ein Verstehen des Wandels in der Welt": Im Verlauf von vier Tagen wird untersucht, wie die Evolutionstheorie sich in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen abbildet -der Bogen reicht von der Neurobiologie über die Ökonomie bis zur Kunstgeschichte. Im Anschluss untersuchen Wissenschaftler der Universität Wien die Evolution des Schlafes unter dem Titel "Vom Urmenschen zum Uhrenmenschen" (17. März). Eine Ausstellung im öffentlichen Raum lässt den Betrachter ab Mai auf den Spuren Darwins wandeln. Auf Litfaßsäulen und City Light Vitrinen wird die Reise mit der Beagle nachvollzogen und das Leben und Werk Darwins vorgestellt. Die Ausstellung beginnt vor dem Naturhistorischen Museum, führt über Schottenring und Freyung zurück bis vor das Völkerkundemuseum.

"Homo Sociobiologicus - Evolution der Kooperation beim Menschen" nennt sich eine interdisziplinäre Universitätstagung, bei der Forscher der Soziobiologie, Sozialwissenschaften, Anthropologie und Philosophie in Dialog treten und bei der die Relevanz von Formen der Kooperation nachgewiesen wird, anstatt das von Darwin entdeckte Zusammenspiel von Mutation und Selektion "sozialdarwinistisch" zu deuten.

16 Veranstaltungen sind bis jetzt geplant - bis in den Februar 2010 hinein, wo die katholisch-theologische Fakultät (23. bis 26. Februar 2010, Universität Wien) internationale WissenschaftlerInnen die Frage "Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube" diskutieren lässt. (Schluss) red

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