Neues Volksblatt: "Wahlkampf" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 10. Februar 2009

Linz (OTS) - Nach der Landwirtschaftskammerwahl, bei der die rot-blau-grün-orange schillernde Seifenblase vom Absturz des ÖVP-Bauernbundes zerplatzt ist, beginnt jetzt in Oberösterreich der Wahlkampf für die Arbeiterkammerwahl vom 16. bis 28. März. Die sozialdemokratischen Gewerkschafter und die grün-alternative Fraktion haben gestern den offiziellen Wahlkampfauftakt "gefeiert", der ÖAAB steigt am kommenden Donnerstag in den Ring.
Doch während die anderen Fraktionen im Wahlkampf auf das angewiesen sind, was sie selbst beitragen können, persönlich und finanziell, schöpft die SPÖ-Fraktion aus dem Vollen der AK-Mitgliedsbeiträge. Mit dem Argument, es gehe um die Hebung der Wahlbeteiligung, zündet der FSG-Spitzenkandidat ein Feuerwerk der Selbstdarstellung; sogar ein Promi-Schauspieler ist dafür nicht zu teuer.
Wie überhaupt in der SPÖ Geld keine Rolle spielt, wenn es nur von Anderen kommt. Man denke nur an den Vorsitzenden des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine, Fritz Sulzbacher, der sich still und leise ein Dienstauto mit einem Listenpreis von 70.000 Euro beschaffen wollte, während seine Kollegen Gehaltseinbußen hinnehmen müssen.
Das alles muss man wissen, wenn die Roten von "Arbeitnehmerpolitik" reden. Ohne "Arbeit" wärs richtiger: Nehmerpolitik.

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