Klubobmann Steinkellner: Familien bei Kinderbetreuung unterstützen - nicht entmündigen

Kindergarten und Krabbelstube müssen Zusatzangebote für die Familien sein - nicht Zwangseinrichtungen

Linz, 9. Februar 2009 (OTS) - "Bei allen Maßnahmen, welche die Politik für die Betreuung von Kindern trifft, muss das Wohlergehen und die positive Entwicklungsmöglichkeit der Kinder im Vordergrund stehen. Die Eltern müssen in die Lage versetzt werden, ihre Kinder bestmöglich selbst zu betreuen. Für jene Zeiträume, wo ihnen das selbst nicht möglich ist, hat die Gesellschaft mit Kinderbetreuungseinrichtungen verschiedener Art Hilfestellung zu leisten. Das bedeutet aber nicht, dass jene Familien, die ihre Kinder zuhause betreuen, deshalb gegenüber jenen benachteiligt werden dürfen, welche Kinderbetreuungseinrichtungen nützen!", stellte heute der Klubobmann der oö. FPÖ-Landtagsfraktion, LAbg. Mag. Günther Steinkellner fest.

Die FPÖ Oberösterreich sehe in einigen derzeit diskutierten Vorschlägen anderer Parteien den Rückfall in Zeiten und Systeme, wo Familien völlig entmündigt, Kinder in staatliche Einrichtungen abgeschoben und die Familie als wichtigste Keimzelle des Staates und Hort der Wesensbildung für die Kinder abgeschafft werden sollte.

"Der Kindergarten ist als zusätzliche Bildungseinrichtung für die soziale und intellektuelle Entwicklung der Kinder anzusehen. Deshalb befürworten wir, wenn ein verpflichtendes Kindergartenjahr vor Schuleintritt kommen sollte, nur die Pflicht für den Halbtag. Im ersten und 2. Kindergartenjahr sollte der Besuch des Kindergartens grundsätzlich freiwillig erfolgen", betonte FPÖ-Klubobmann Steinkellner.

Er verwies darauf, dass derzeit schon 97 Prozent der Kinder im letzten Jahr vor Schulbeginn einen Kindergarten besuchen. Für die restlichen 3 Prozent sei es sicherlich positiv, wenn sie rechtzeitig auf den Bildungsbetrieb in der Schule bzw. den Schulalltag vorbereitet werden.
Die FPÖ habe, so Steinkellner, im Landtag bereits eine Reihe von Initiativen zur Verbesserung der Kinderbetreuung gesetzt.
Die Leitlinien, an denen sich die FPÖ-Vorschläge orientieren, seien klar definiert:
* Recht der Eltern auf außerfamiliäre Kinderbetreuung ab einem Alter der Kinder von 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt.
* Auch private geführte Kinderbetreuungseinrichtungen, welche einen dem Kindergartengesetz entsprechenden Qualitätsstandard entsprechen, sind in die allgemeine Förderung durch das Land einzubeziehen.
* Begrenzung der Zahl von Kindern mit nicht deutscher Muttersprache in den Kindergarten mit 30 Prozent.
* Einheitlicher Tarif für die Betreuung der Kinder unter 2,5 Jahren, egal ob die Betreuung in einer Krabbelstube oder durch eine Tagesmutter erfolgt.
* Für die Betreuuung in einer Krabbelstube sollen weiterhin Kostenbeiträge eingehoben werden.
* Wenn sich Gemeinden es leisten wollen, in den Kinderbetreuungseinrichtungen das Mittagessen kostenlos herzugeben, sind jenen Müttern, welche ihre Kinder selbst oder durch eine Tagesmutter betreuen, die entsprechenden Beträge ebenfalls auszubezahlen.

Steinkellner: "Es darf nicht zu einem finanziellen Zwang durch die Gemeinden kommen, dass Mütter ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen geben müssen. Diese finanzielle Lenkung in außerfamiliäre Betreuung lehnen wir Freiheitliche ab."***

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