ÖAMTC-Präsident Werner Kraus setzt sich in Brüssel für Rechte der Autofahrer ein

Club fordert Verlängerung der Gruppenfreistellungsverordnung über 2010 hinaus -Etappensieg gelungen

Wien (OTS) - Bei einem hochrangig besetzten Treffen in Brüssel haben Vertreter des Automobilsektors heute mit EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes wichtige Konsumentenschutzfragen diskutiert. ÖAMTC-Präsident Werner Kraus hat als FIA-Repräsentant die Rechte der Autofahrer vertreten. Die Automobilclubs fordern - gegen den heftigen Widerstand der Automobilindustrie - eine Verlängerung der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO). Gelungen ist ein Etappensieg:
Zu einer ersatzlosen Streichung der GVO wird es nach heutigem Stand nicht kommen. Weitere Gespräche unter Einbindung der FIA werden folgen.

Die GVO regelt wichtige Verbraucherrechte. Dazu zählt z.B., dass man ein Fahrzeug auch außerhalb des Wohnsitzstaates erwerben kann und günstigere Nachbauersatzteile für Reparaturen verwenden darf, ohne Garantieansprüche zu verlieren. Die Verordnung ist allerdings zeitlich begrenzt und wird mit 31. Mai 2010 auslaufen. Der ÖAMTC fordert vehement eine Verlängerung dieses für Konsumenten unerlässlichen Regelwerks. "Die Verordnung sichert wichtige Verbraucherrechte. Wird sie abgeschafft, fällt es den Herstellern leichter, Kunden an ihr Markennetz zu binden. So werden die Konsumenten gezwungen, teurere Originalersatzteile zu kaufen, weil sie sonst die Garantie verlieren", so ÖAMTC-Präsident Werner Kraus.

Ebenfalls wesentlich ist die Bestimmung in der GVO, dass unabhängige Marktbeteiligte Zugang zu Reparaturinformationen der Autohersteller erhalten müssen. Die Daten sind für Diagnosegeräte, Werkzeuge und Reparatursoftware unerlässlich. "Das ermöglicht Pannendiensten europaweit Mitgliedern schnell und kostengünstig zu helfen. Und auch freie Werkstätten sind auf diese Infos angewiesen", erklärt der ÖAMTC-Präsident. "Diese Rechte müssen im Sinne der Verbraucher weiter festgeschrieben und gewahrt sein."

Die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) im Detail

Die aktuelle Verordnung wird mit 31. Mai 2010 auslaufen. Sie regelt derzeit unter anderem:

  • Das Recht, ein Fahrzeug auch außerhalb des Wohnsitzstaates zu erwerben.
  • Das Recht, ein in einem anderen Staat gekauftes Fahrzeug im Heimatstaat bei jeder Vertragswerkstätte der betreffenden Marke servicieren zu lassen bzw. seine Garantieansprüche geltend zu machen.
  • Das Recht, preisgünstigere Nachbauersatzteile für Reparaturen verwenden zu dürfen, ohne Garantieansprüche zu verlieren.
  • Das Recht, dass unabhängige Marktbeteiligte Zugang zu Reparaturinformationen der Autohersteller erhalten müssen.

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