Langjähriger APA-Chefredakteur Andi Nowak gestorben

Medienbranche verliert großen Journalisten und Verfechter der Unabhängigkeit

Wien (OTS) - Josef A. Nowak (68), Journalisten-Legende und langjähriger Chefredakteur der APA - Austria Presse Agentur, ist am Wochenende an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Der Wiener Vollblutjournalist prägte die österreichische Nachrichtenagentur als Verfechter einer gänzlich unabhängigen Berichterstattung und tilgte in der APA durch seine konsequente Haltung auch die letzten Reste des sogenannten Verlautbarungsjournalismus.

Andi Nowak, wie er in der Branche genannt wurde, leistete in den zehn Jahren (1987-1997) seiner Tätigkeit an der Spitze der APA-Redaktion einen entscheidenden Beitrag zur Hebung der journalistischen Qualität der Agentur. Er verstand sich als Garant der im APA-Statut verankerten Unabhängigkeit und Ausgewogenheit und hat dieses Anliegen mit der ihm eigenen Konsequenz vertreten. Unter seiner Führung wurde der Umfang der APA-Berichterstattung nahezu verdoppelt, die Bereiche Wirtschaft sowie Wissenschaft und Bildung ausgebaut, ein eigenes Brüssel-Büro für EU-Themen gestartet und Bild sowie Grafik in den APA-Basisdienst integriert.

"Die APA verdankt Andi Nowak viel, denn er setzte sich unermüdlich und konsequent für die ausgezeichnete journalistische Qualität des Hauses APA ein. Diese zählt zu den wesentlichen Pfeilern des Erfolges der APA", sagte APA-Geschäftsführer Peter Kropsch. "Wir bedauern den Verlust eines großen Journalisten und Verfechters der Unabhängigkeit und sprechen seiner Familie im Namen der APA unsere Anteilnahme aus."

"Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der APA ist Andi Nowak einerseits als journalistischer Vollprofi, andererseits als unerschütterliches Bollwerk im Ringen um eine lückenlose redaktionelle Unabhängigkeit in Erinnerung", sagte APA-Chefredakteur Michael Lang zum Ableben seines ehemaligen Vorgesetzten. "Nowak hat jeden Versuch, diesen Grundwert der Agenturberichterstattung politisch oder wirtschaftlich zu beschneiden, als ganz persönliche Kränkung aufgefasst und entsprechend heftig reagiert, was wiederum den Redaktionen der APA den notwendigen Freiraum zur Erfüllung ihres Grundauftrages geschaffen hat."

"Ganz persönlich verliere ich mit Andi Nowak einen langjährigen Freund und Mentor sowie ein ewiges Vorbild", so Lang weiter. Sämtliche Grundwerte des Agenturjournalismus, die der ehemalige APA-Chefredakteur so konsequent vertreten habe, dürften ihre Gültigkeit auch im Zeitalter der multimedialen Nachrichtenformate und der wirtschaftlichen Engpässe nicht verlieren.

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