Neues Volksblatt: "Redefreiheit" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 6. Februar 2009

Wien (OTS) - Die Meinungs- und Redefreiheit ist ein hohes Gut und unantastbar. Aber manchmal wird diese Überzeugung auf eine harte Probe gestellt.
Besonders hart war diese Probe bei der Wortmeldung der Künstlerin Ruth Beckermann im "Club 2" im ORF-Fernsehen am späten Mittwoch Abend, die allen Ernstes behauptete, die Kinder sollten möglichst rasch und möglichst geschlossen von staatlichen Erziehungseinrichtungen übernommen werden, weil sie in den Familien ohnehin nur von alkoholisierten Eltern mit rechtem und nationalistischem Gedankengut verseucht würden.
Ob Frau Beckermann Kinder hat, ob sie allein lebt oder in einer wie immer gearteten Partnerschaft geht uns nichts an. Aber von einer Mutter kann man sich eine derartige Aussage eigentlich nicht vorstellen. Es sei denn, man ist dumm und verblendet, man will provozieren, um ins Gespräch zu kommen, oder man will die Institution der Familie schlecht machen und zerstören, aus welchen Gründen auch immer.
Aber vielleicht haben Wortmeldungen wie die der Frau Beckermann im Fernsehen auch etwas Gutes. Vielleicht, oder wahrscheinlich werden angesichts der offenen und versteckten Angriffe auf die Familie jene angespornt, die sich für das Wohl und die Förderung der Familien verantwortlich fühlen.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001