ÖSTERREICH-Interview: Pius-Brüder wollen Juden missionieren

Österreichs Pius-Oberer Helmut Trutt: "Jüdisches Volk hat Mitschuld an Jesus-Tod"

Wien (OTS) - Der "Distriktoberer" der Pius-Bruderschaft in Österreich, Helmut Trutt, spricht gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH (Freitag-Ausgabe) erstmals über die Missionierung von Juden, ihre Schuld am Gottestod und die "Sünde Homosexualität". "Nach einem tiefen Studium sind wir überzeugt, dass einige Inhalte der katholischen Kirche falsch sind", sagt Trutt im Gespräch mit ÖSTERREICH. Und weiter: "Für uns gilt das Wort der Heiligen Schrift und da wird ganz klar vom Missionsbefehl Jesu Christi gesprochen. Ich rede gerne mit Juden, aber wir sind der Überzeugung: Jesus Christus kann uns und auch die Juden erlösen. Dafür müssen sie sich aber öffnen und ihn als Gott und Erlöser anerkennen."
Trutt sieht noch immer eine "Mitschuld von Juden" und sagt wörtlich: "Was vor 2.000 Jahren passiert ist, war schon eine traurige Geschichte. Dafür geben wir den Juden zwar nicht die Alleinschuld, aber: Die Juden haben Christus damals getötet. Das jüdische Volk hat also eine Mitschuld an seinem Tod."
Der Gründer der Pius-Brüderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre, bezeichnete die Proklamation der Menschenrechte als den Beginn des Atheismus. Trutt dazu gegenüber ÖSTERREICH: "Dazu stehen wir grundsätzlich immer noch. Der Mensch hat allein gottgegebene Rechte. Gibt es Menschenrechte ohne Gottesrechte, erhebt sich der Mensch selbst zu Gott."

Auch in punkto Sexualität schlägt Trutt klar erzkonservative Töne an:
"Die Heilige Schrift ist diesbezüglich sehr eindeutig und da nehmen wir auch kein Blatt vor den Mund: Praktizierte Homosexualität ist eine Sünde."

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