"KURIER"-KOmmentar von Frau Dr. Kopeinig: "Das Hochrisikospiel"

Am Sonntag entscheiden die Schweizer über Öffnung oder Isolation ihres Landes.

Wien (OTS) - Es ist zwar keine Entscheidung über den Beitritt der Eidgenossen zur Europäischen Union. Doch von einer Schicksalsabstimmung über das künftige Verhältnis der Schweiz zur EU ist dennoch die Rede.
Am Sonntag stimmen die Schweizer Bürger über die Personenfreizügigkeit und deren Ausdehnung auf Rumänien und Bulgarien ab. In Wirklichkeit stimmen sie über ihre gesamten Verträge mit der EU ab, die die Schweiz nach Ablehnung des Beitritts zum Europäischen Wirtschaftsraum 1992 mühsam mit Brüssel verhandelt hat. Seit Jahren nimmt die Schweiz am Binnenmarkt teil, inklusive Schengen-System. Österreichs neutraler Nachbar hat vieles von einem EU-Mitglied. Der Unterschied ist nur, Schweizer Politiker sitzen nicht am Tisch der 27, sie haben keine Mitsprache und kein Stimmrecht.
Wirtschaftlich hat die Integration der Schweiz sehr viel gebracht, und es sind gerade Unternehmen, die auf ein Ja am Sonntag hoffen. Doch ausgemacht ist das nicht. In der Krise machen rechte Politiker gegen die EU mobil und fordern die Abschottung. Sie schüren Angst, sagen aber nicht, was die EU-Verträge bisher gebracht haben:
Wachstum und Hunderttausende neue Jobs. Es liegt jetzt an den Schweizern zu entscheiden, ob für ihren Kleinstaat die Isolation oder die Öffnung besser ist.

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