FPÖ: Michaelis muss auch als ÖIAG-Chef gehen

Hofer: Hat dem Steuerzahler schweren Schaden zugefügt

Wien (OTS) - Nachdem ÖIAG-Chef Michaelis heute seinen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender der AUA angekündigt hat, fordert FPÖ-Vizeparteiobmann Hofer auch dessen Ablöse als ÖIAG-Chef.

Hofer: "Michaelis ist gemeinsam mit Ötsch für das Debakel bei der AUA voll verantwortlich. Er hat der ÖIAG und damit der Republik Österreich und dem Steuerzahler Schaden zugefügt und daher an der Spitze der ÖIAG nichts mehr verloren. Es sind zudem alle Möglichkeiten des Aktienrechts auszuschöpfen, um auch die Mitglieder des AUA-Aufsichtsrates zur Verantwortung zu ziehen."

Hofer fordert für die AUA eine sofortige Harmonisierung der Flotte, eine Überarbeitung des Streckennetzes, den Abbau von Doppelgleisigkeiten, eine Reduzierung der Anzahl der sogenannten Abteilungsleiter sowie volle Konzentration auf die Qualität und auf das Service für den Passagier. Außerdem sei eine enge Zusammenarbeit mit den heimischen Reisebüros gefragt. Auf diese hatte man in den letzten Jahren zugunsten eigener Vertriebsstrukturen großzügig vergessen. Das Ergebnis ist bekannt.

Hofer: "Jetzt als Schnellschuss die AUA zu einer Billigairline machen zu wollen, ist völliger Unsinn. Klug wäre es gewesen, wie von mir schon vor einem Jahr vorgeschlagen, eine Tochter ins Leben zu rufen, die unter Nutzung von Synergien mit der AUA ganz bestimmte Strecken als Billigflugairline abdeckt, so wie das die Lufthansa derzeit mir ihrer Tochter German Wings tut."

Die Firma MAP hat sich beispielsweise bereits mehrfach als Partner der AUA für diesen Bereich angeboten. Weder Herr Ötsch, noch Herr Michaelis noch der damalige Finanzminister Molterer waren bereit, MAP-Manager Fiers auch nur einen Termin zu geben.

Hofer: "Diese Ignoranz, die an Dummheit grenzt, müssen nun die Mitarbeiter und der Steuerzahler ausbaden. Anders als die AUA steht MAP heute hervorragend da. Offenbar wäre aber nach wie vor Interesse an einer Kooperation gegeben. Vielleicht lassen sich die Herrschaften in der Bundesregierung und in der ÖIAG nun doch dazu herab, mit erfolgreichen österreichischen Unternehmern ins Gespräch zu kommen."

Eine solche Maßnahme kann aber nicht, so die FPÖ, als Troubleshooting und als Hüftschuss in der Not gesetzt werden. Das wäre, so Hofer, ein Schuss ins eigene Knie. Die Passagiere erwarten sich von der AUA höchste Qualität. Im Billigflugsektor haben andere Unternehmen die Nase vorne.

Verärgert zeigt sich Hofer darüber, dass sich der Finanzminister weigert, die tatsächlichen Kosten für sogenannte Berater bei der AUA bekannt zu machen. Auch SPÖ-Justizsprecher Jarolim soll auf der payroll der angeschlagenen Airline stehen.

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