FGÖ: Bundesheer: Haidinger zu Unfall auf der A22

Wien (OTS) - Die Darstellung im NEWS Artikel vom 5 Februar 2009, hinsichtlich der offenen Fragen, wer die Verantwortung trägt lässt die Arbeitnehmervertretung im Bundesheer aufhorchen, so Manfred Haidinger, Präsident der FGÖ-Bundesheergewerkschaft. So wie in den Medien der Ausbildungsleiter quasi "vorverurteilt" erscheint, unternimmt der Arbeitgeber gegenüber der Medienlandschaft nicht die von ihm zu erwartenden Anstrengungen, die Unschuldvermutung hochzuhalten, so Haidinger. Dies wiederum lässt die Frage zu, ob das "System Bundesheer", also die höchsten und hohen Verantwortungsträger ihre Aufgaben seit den Unfällen 1976 und 2002 auch in ihre Ganzheitlichkeit wahrgenommen haben.

Daher fordert die FGÖ-Bundesheergewerkschaft die Ermittlungen im Bundesheer viel weiter auszudehnen, als es für den Einzelfall nötig wäre, stellt Haidinger fest. Es gibt aus Sicht der Arbeitnehmervertretung eine Unzahl von Fragen die zu beantworten wären, aus unserer Sicht, so Haidinger, wären dies unter anderem:

Sind die Sicherheitsbestimmungen am betroffenen Garnisonsübungsplatz nach dem Bau der Autobahn angepasst worden? Wurden nach dem Unfall 2002 die Nebeltöpfe, die Nebelhandgranaten und andere gleichartige Kampfmittel gesondert geprüft? Warum wird erst nach diesem Umfall eine Gesamtüberprüfung der Übungsplätze durchgeführt? Was geschah im Bundesheer seit dem Unfall 2002 um weitere Unfälle zu vermeiden fragt sich der Präsident der Bundesheergewerkschaft Haidinger.

Aus Sicht der FGÖ-Bundesheergewerkschaft ist jetzt ganz genau zu prüfen, ob nicht nur der bei diesem Unfall betroffene Ausbildungsleiter, sondern eventuell alle in der Ausbildung tätigen Bediensteten auch potentielle Opfer sein könnten, so Haidinger. Opfer von nicht vorhandenen Sicherheitsbestimmungen, Opfer von nicht zeitgemäßen Sicherheitsbestimmungen, Opfer von Überlastung des Heeresapparates durch die unzähligen Reformschritte, Opfer von überbordender Verwaltung. Haidinger in Richtung des Bundesminister Darabos: "Ich fordere Sie jetzt auf, dafür zu sorgen, dass alles lückenlos aufgeklärt wird. Mit einem "Bauernopfer" werden wir uns nicht zufrieden geben."

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