WKÖ: Frau in der Wirtschaft begrüßt die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Fürntrath: Höchste Zeit, Entlastungen für Frauen zu schaffen, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu garantieren!

Wien (PWK084) - Ganz dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf widmet sich heute, Donnerstag, die Frühjahrsklausur von "Frau in der Wirtschaft", der Interessenvertretung von mehr als 100.000 Unternehmerinnen in Österreich in der WKÖ.

Die im Rahmen der Steuerreform vorgesehene steuerliche Absetzbarkeit für die Betreuung von Kindern bis zum vollendeten 10. Lebensjahr wird als erster Teilerfolg und wichtiger Schritt in Richtung mehr Vereinbarkeit gesehen. "Tatsächlich endet mit dem 10. Lebensjahr aber nicht die Notwendigkeit der Betreuung von Kindern, sondern gerade in der Pubertät sind die fürsorgliche Aufsicht und eine Führung der Jungendlichen das Um und Auf," so die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Adelheid Fürntrath-Moretti. Sie führt als Unternehmerin in Graz das Restaurant Laufke und ist Mutter von zwei Söhnen. "Wenn man keinen nine-to-five Job ausübt ist man auf flexible Kinderbetreuungsformen angewiesen und das muss für jederfrau leistbar werden."

Wichtig sei auch, so Fürntrath-Moretti, die Erhöhung des Wochengeldes für Unternehmerinnen. Derzeit liegt der Betrag bei 25,57 EUR pro Tag was eindeutig zu niedrig ist.

Der Schritt zum einkommensabhängigen Kindergeld wird ebenfalls begrüßt. Die Vertreterinnen von Frau in der Wirtschaft sind sich aber einig, dass die Wirksamkeit der Maßnahme für Unternehmerinnen entscheidend davon abhängt, wie der Durchrechnungszeitraum für die Bemessung des Einkommens von Unternehmerinnen speziell Gründerinnen gestaltet wird. "Wir werden hier praxisnahe Lösungsvorschläge erarbeiten, damit es hier zu keiner Benachteiligung von Frauen kommt, die nicht wie im Angestelltenverhältnis monatlich exakt den selben Betrag verdienen."

Erfreut zeigt sich Frau in der Wirtschaft darüber, dass auch 2008 der Frauenanteil unter den Gründern bei 40,5% lag. Damit sind ein Drittel aller österreichischen Unternehmen erfolgreich in Frauenhand. (us)

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