Windkraft unangefochten Nummer eins in Europa - Österreich muss mitziehen

Wien (OTS) - Windenergie ist die unangefochtene Nummer eins in Europa, dies zeigt eine brandaktuelle Statistik der European Wind Energy Association EWEA und Platts Power Vision. 43% der im vergangenen Jahr neu errichteten Kraftwerksleistung stammen aus Windkraft, die damit alle anderen Technologien übertroffen hat. Insgesamt sind in der EU 64.949 Megawatt (MW) Windkraft am Netz, dies ist ein Zuwachs von 15 % im Vergleich zum Vorjahr.

"Die europäischen Regierungen haben erkannt, dass diese Energieform, die keinen Brennstoff braucht, unabhängig von schwankenden Brennstoffpreisen und Brennstoffverfügbarkeit macht. Deswegen wurden europaweit Rahmenbedingungen geschaffen, die diesen raschen Windkraftausbau ermöglichen", analysiert Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft.

In Österreich wurden dagegen im letzten Jahr nur 14 MW errichtet. Das ist ein Rückgang um 95% im Vergleich zum Spitzenjahr 2003 als 276 MW in Österreich errichtet wurden. Schuld daran sind die fehlenden Rahmenbedingungen. "Im Gegensatz zum weltweiten Trend haben wir in Österreich seit drei Jahren praktisch Stillstand bei Windkraftausbau. Wir brauchen wieder ein brauchbares Ökostromgesetz, das mit dem europäischen Standard mithalten kann", folgert Hantsch.

19.651 MW Kraftwerksleistung wurden 2008 in der EU neu errichtet. 43% davon entfallen auf die Windkraft (8.484 MW), 35% (6.932 MW) auf Gas, 13% (2.495 MW) auf Öl, 4% auf Kohle und 2% auf Wasserkraft. Insgesamt sind in der EU nun Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 64.949 MW am Netz, diese Anlagen erzeugen jährlich 142 Mrd. Kilowattstunden, was 4,2% des Strombedarfs der EU ausmacht. Der schadstofffreie Windstrom vermeidet rund 108 Mio. Tonnen CO2 jährlich. Dies hat dieselbe Wirkung, als würden alle Deutschen und alle Österreicher auf ihr Auto verzichten. 160.000 Arbeitsplätze wurden in der EU durch die Windkraft geschaffen. "Windenergie ist ein Beispiel intelligenter Investitionen, welche das Geld der EU-Bürger in ihrer eigenen Wirtschaft arbeiten lassen", meint dazu Christian Kjaer, Geschäftsführer von EWEA.

Spitzenreiter innerhalb Europas ist Deutschland mit einem Zubau von 1.665 MW, knapp gefolgt von Spanien mit 1.609 MW. Beachtlich sind die Ergebnisse von Italien (+1.010 MW), Frankreich (+950 MW) und UK (+836 MW). Deutliche Zuwächse gibt es auch in den mittel- und osteuropäischen Ländern: Verdopplung in Ungarn auf 127 MW, Verdreifachung in Bulgarien auf 158 MW sowie Verdopplung in Polen auf 472 MW.

Im Gegensatz zum weltweiten Trend ist in Österreich weiterhin Stillstand beim Ökostromausbau angesagt, da immer noch nicht klar ist, ob die Ökostromgesetz-Novelle vom letzten Juli den europäischen Beihilfebestimmungen entspricht. Anfang 2009 liefern 618 Windräder mit einer Gesamtleistung von 995 MW Strom ins österreichische Stromnetz. Diese Anlagen erzeugen ca. 2,1 Mrd. Kilowattstunden sauberen Strom.

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Mag. Stefan Moidl, IG Windkraft
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