LH Dörfler sieht Anti-Kärnten-Kurs der Bundesregierung

Bund setzt keine neuen Impulse für Wirtschaft und Beschäftigung - Kärnten erwartet Unterstützung für eigene Maßnahmenpakete

Klagenfurt (LPD) - Zu den von Bundeskanzler Werner Faymann angekündigten Maßnahmen für Kärnten gab es heute, Mittwoch, heftige Kritik von Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Der Bund produziere nur "heiße Luft", aber konkrete Maßnahmen würden nicht gesetzt. Vielmehr müsse ein Anti-Kärnten-Kurs registriert werden. Denn Tatsache sei, dass beim 800 Millionen Euro-Paket des Bundes keine Kärntner Projekte enthalten sind. Kärnten hingegen habe eigene Konjunktur- und Baupakete geschnürt. Kärnten habe bereits einen 150 Millionen Euro schweren Konjunkturfonds für die Kärntner Wirtschaft geschaffen. Auch ein "Kärnten baut"-Programm im Ausmaß von 200 Millionen Euro sei auf Schiene, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern", sagte Dörfler. Neben der KWF-Förderung für Investitionen von Betrieben sei außerdem eine eigene Kärnten-Anleihe für die Kärntner Betriebe in Ausarbeitung.

Besonders wichtig sei, dass die Banken den Kredithahn endlich öffnen. Es könne nicht sein, dass sich die Banken an den staatlichen Hilfspaketen bedienen, aber die Unternehmen und damit die Wirtschaft aushungern lassen. Hier sei die Bundesregierung gefordert, zu handeln und nicht länger nur zuzusehen, kritisierte Dörfler.

Kärnten habe viele große Projekte umgesetzt, doch erwarte man sich jetzt vom Bund endlich neue Impulse für Wirtschaft und Beschäftigung. Wirtschaftsfördernde Maßnahmen wie Infrastrukturprojekte sollten zusätzlich eingeleitet bzw. vorgezogen werden, verlangte Dörfler.

Zum wiederholten Male habe er um die Zusage der Sicherstellung der notwendigen Planungsmittel für den Ausbau der Hochleistungsstrecke im Zentralraum von Kärnten (Hochleistungsstrecke Klagenfurt - Wörthersee - Villach) ersucht, sagte Dörfler. Wichtig sei beispielsweise auch die Umsetzung des Projektes "Cargo Terminal" in Fürnitz als modernen Güterumschlagsplatz am Schnittpunkt der europäischen Hauptverkehrsachsen. Für dieses baureife Projekt liegen bereits alle behördlichen Bescheide vor. Mit dem Bau könne unmittelbar begonnen werden.

Ein weiteres ganz wichtiges Anliegen ist für Dörfler die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Südkärnten und die damit notwenigen Infrastrukturmaßnahmen. "Das betrifft insbesondere den Güterbahnanschluss für die Firma URBAS in Eis/Ruden und die Erschließung des Gewerbeparks Kühnsdorf durch einen Anschluss an die Koralmbahn", betonte Dörfler und erwartet sich Unterstützung durch den Bund.

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