Vatikan stellt klar: Williamson muss alles zurücknehmen

Klarstellung des Päpstlichen Staatssekretariats - Lefebvrianische Bischöfe haben keine Funktion in der katholischen Kirche -"Unerlässliche Vorbedingung" für Verhandlungen über Anerkennung der "Pius-Bruderschaft" ist die volle Akzeptanz des Zweiten Vatikanischen Konzils

Vatikanstadt, 4.2.09 (KAP) Das Päpstliche Staatssekretariat hat am Mittwoch die seit Tagen erwartete Klarstellung veröffentlicht: Der lefebvrianische Bischof Richard Williamson muss die Leugnung der Shoah vollinhaltlich zurücknehmen; die insgesamt vier lefebvrianischen Bischöfe, deren Exkommunikation aufgehoben wurde, haben keine Funktion in der katholischen Kirche und keine Erlaubnis, priesterliche oder bischöfliche Dienste in der katholischen Kirche auszuüben; die "unerlässliche Vorbedingung" für Verhandlungen über eine Anerkennung der "Pius-Bruderschaft" ist die volle Akzeptanz des Zweiten Vatikanischen Konzils und "des Lehramts der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. und Benedikt XVI."

In der Erklärung des Staatssekretariats wird neuerlich unterstrichen, dass Papst Benedikt XVI. "zum Zeitpunkt der Aufhebung der Exkommunikation" keine Kenntnis von der Leugnung des Holocaust durch Richard Williamson hatte. Die Thesen Williamsons über die Shoah seien "absolut inakzeptabel" und würden "vom Heiligen Vater entschieden zurückgewiesen". (forts)
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