FP-Matiasek: Probleme in der kinder- und jugendpsychiatrischen Betreuung sind evident

Wartezeiten und Aufnahmesperren verzögern die Betreuung und Behandlung der Betroffenen

Wien, 04-02-2009 (fpd) - Was von den Experten in der Untersuchungskommission immer wieder aufgezeigt wurde, wird auch durch einen Kontrollamtsbericht bestätigt: im Bereich der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsgefährdungen, Entwicklungsstörungen sowie mit psychiatrischen und psychosomatischen Krankheiten gibt es Engpässe. Es sei weder zielführend, die Situation nur "schön" zu reden, wie das die SPÖ betreibe, noch dürfe ausnahmslos von gravierenden Missständen gesprochen werden. Vielmehr müssen die aktuelle Lage analysiert und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden, so die Gemeinderätin der FPÖ-Wien, Veronika Matiasek.

Wartezeiten und Aufnahmesperren in Institutionen, in denen die Früherkennung sowie die Betreuung und Therapie bei Entwicklungsstörungen und -gefährdungen von Kleinst- und Kleinkindern stattfindet, hätten unterschiedliche Ursachen. In den meisten Fällen handle es sich um Kapazitätsmängel. Es komme aber auch vor, dass aufgrund einer zögerlichen Abwicklung durch den FSW monatelange Wartefristen entstünden. So müssten etwa im Bereich der Frühförderung, durch das ausgezeichnet arbeitende Österreichische Hilfswerk für Taubblinde und hochgradig Hör- und Sehbehinderte, betroffene Kinder und ihre Eltern durch die langsame Abwicklung der Förderungsgenehmigung, durch den Fonds soziales Wien, bis zu fünf Monate auf eine entsprechende Therapie warten. Das müsse und könne sicher unverzüglich beschleunigt werden, ist Matiasek überzeugt, da es sich hier um eine kleine Gruppe Betroffener handle.

Desweiteren bestehe Handlungsbedarf in der Dokumentation und der Qualität der Datenerfassung, vor allem bei der Weiterverweisung der Kinder in den niedergelassenen Bereich oder in andere Institutionen. Es fehle an ergebnisorientierten Personalbedarfsberechnungen und an Überlegungen zum Ausbau der Prävention, kritisiert Matiasek.

"Gerade bei der Früherkennung und Frühförderung zählt jeder Tag. Die verantwortlichen Stadträtinnen Laska und Wehsely sollen sich die Mängelliste zu Herzen nehmen und im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen die notwendigen Schritte einleiten", fordert Matiasek abschließend. (Schluss) hn

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