"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR M. GEISTLER-QUENDLER: Als Notnagel immer gut genug: der Staat

Klagenfurt (OTS) - Weniger Staat, mehr privat diesen Slogan platzierten neoliberale Kreise in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich in den öffentlichen Meinungsforen. Als die Finanzkrise in ihren Dimensionen erkennbar wurde, erschallte sofort der Ruf nach Kapitalspritzen in unverschämter Lautstärke. Ohne mit der Wimper zu zucken und ohne ernst zu nehmende Bedingungen erklärte man sich bereit, den Geldinstituten Milliarden in den Rachen zu werfen -gestützt auf das "Argument" der Alternativenlosigkeit.

Auch als Mülldeponie für riskante Wertpapiere wollte man den Staat liebend gern einsetzen. Nun soll er auch noch als Kreditgeber herhalten, um Unternehmen aus der "Klemme" zu helfen. Am besten dann auch noch jenen Firmen, denen die Banken lange vor der Finanzkrise keinen Kredit einräumten. Ungeachtet dessen braucht man gar nicht warten, bis die ärgste Talfahrt überwunden ist - schon jetzt mehren sich wieder Stimmen, die den Geldgeber Staat in seine Grenzen verweisen wollen.

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