Neues Volksblatt: "Grüner Teufel" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. Februar 2009

Linz (OTS) - Dass in letzter Zeit die SPÖ-Filiale AKS (Aktion kritischer Schüler) gegen den katholischen Religionsunterricht mobil machte ( "Hände falten - Goschn halten. Kirche raus aus der Schule"), mag noch der jugendlich-ungezügelten Lust an der Provokation zuzuschreiben sein.
Eine tatsächliche Provokation ist es aber, wenn aufgrund der Probleme beim islamischen Religionsunterricht gleich der gesamte konfessionelle Religionsunterricht in Frage gestellt wird. Das tun nun die Grünen in OÖ. Der Unterschied zu den Jusos ist bloß: sie müssten es eigentlich, weil politisch schon ein wenig erwachsener, ein bisschen besser wissen. Dass die Grünen tatsächlich der Meinung sind, die nun vereinbarten Maßnahmen für den islamischen Religionsunterricht müssten auch für andere Religionsgemeinschaften gelten, ist ein Schlag ins Gesicht aller christlichen Religionslehrer. Denn damit unterstellen sie, dass auch katholische Religionslehrer Probleme mit der Demokratie hätten, dass im katholischen Religionsunterricht fragwürdige Darstellungen kursieren und dass im katholischen Religionsunterricht schlecht ausgebildete Lehrer am Werk wären. Gestern in Sorge um den Kurs in der Diözese und heute auf Anti-Kirchen-Kurs: Welcher Teufel hat die Grünen da geritten?

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001