Stellungnahme der RRS Capital Strategies Services GmbH

Wien (OTS) - Das Wiener Brokerhaus RRS begrüßt die Ergebnisse der per 26. Januar 2009 abgeschlossenen Prüfungsarbeiten des seitens der FMA beigestellten Regierungskommissärs, Mag. Ernst Malleg. Nach positivem Abschluss dieser Prüfung ist nun auch die freiwillige Zurücklegung der Wertpapierdienstleistungskonzession durch die RRS seitens der FMA rechtskräftig bestätigt.

Nach nur 8 Werktagen (4 Tagen vor Ort) hat Regierungskommissär Mag. Ernst Malleg, Partner der Klagenfurter Wirtschaftsprüfungskanzlei Confida, seine Tätigkeit im Haus der RRS Capital Strategies Services (kurz RRS) per 26.1.2009 mit dem Ergebnis beendet, dass RRS zu keiner Zeit Kundengelder der ausnahmslos institutionellen RRS-Kunden gehalten hat.

Die FMA hatte per Bescheid vom 13.1.2009 der RRS einen Regierungskommissär beigestellt, um die RRS in Hinblick auf die Sicherung von etwaigen Kundengeldern zu prüfen. Diese Maßnahme ist deshalb verwunderlich, zumal sich die FMA durch eine Vorortprüfung am 22. Oktober 2008 sowie Gespräche am 1.12.2008 sowie am 16.12.2008 mit den Geschäftsführern der RRS und Vorlage zahlreicher Unterlagen davon überzeugen konnte, dass RRS niemals Kundengelder gehalten hat.

Zur AvW-Gruppe nimmt RRS wie folgt Stellung:

Die AvW-Gruppe (inkludiert AvW-Invest AG) ist mit RRS seit dem Jahr 2005 in geschäftlichem Kontakt. Am 6.10.2008 orderte AvW über 144.702 RHI-Aktien, welche in zwei Tranchen von der Raiffeisen Centrobank als Depotbank von AvW abzunehmen und zu setteln waren. 75.000 Aktien wurden am 9.10.2008 von RCB abgenommen, die verbliebenen 69.702 Aktien hätten am 10.10.2008 abgenommen werden sollen, RCB verweigerte jedoch die Abnahme, da der damals bereits krisengeschüttelten AvW Gruppe offenbar die Liquidität für die Abnahme fehlte. RRS ist aus dieser Transaktion ein Schaden von EUR 1,8 Mio. entstanden.

In einer erweiterten Sachverhaltsdarstellung (keiner (Straf)Anzeige (!), wie in manchen Medien fälschlicherweise berichtet) hatte die AvW-Gruppe die RRS beschuldigt, nicht genehmigte Geschäfte durchgeführt zu haben. Die Geschäftsführung der RRS weist dies strikt zurück, zumal es eine nachweisbare Geschäftsbeziehung zwischen AvW und RRS seit 2005 gab.

Im Rahmen der bereits seit Juni 2005 (!) laufenden Geschäftsbeziehung der RRS zur AvW-Gruppe waren zahlreiche Transaktionen im Auftrag der AvW-Gruppe stets reibungslos abgewickelt worden. Diese Geschäfte wurden immer durch den nunmehr seitens der AvW beschuldigten, ehemaligen Prokuristen der AvW in Auftrag gegeben und abgewickelt worden.

"Es ist nicht Aufgabe des Brokers, in einer langjährigen Geschäftsbeziehung die vom Prokuristen des Hauses in Auftrag gegeben Deals zu hinterfragen", kommentiert René Riefler, Geschäftsführer der RRS die aktuellen Vorwürfe der AvW, dass der seitens der AvW beschuldigte, ehemalige Prokurist nicht im Wissen seines AvW-Vorstandes gehandelt hätte.

Auch den kolportierten Schaden von EUR 3,4 Mio., den die RRS der AvW angeblich zugefügt haben soll, weist Riefler zurück. "Es gibt bei keinem Aktienhandel im Zusammenhang mit der AvW einen wirtschaftlichen Schaden für die AvW, vielmehr ist die RRS in der Causa "AvW" zu einem der Hauptgeschädigten geworden", kontert Riefler.

RRS prüft derzeit rechtliche Schritte gegen die AvW-Gruppe wegen übler Nachrede, Kreditschädigung, Erfüllung der RHI-Transaktion etc.

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