Minister Hahn begrüßt stärkere universitäre Ausbildung für Islam-Lehrer

Vorarbeiten für 2. Lehrstuhl für islamische Pädagogik laufen

Wien (OTS) - Wissenschaftsminister Johannes Hahn hat heute die
neuen Rahmenbedingungen für islamischen Religionsunterricht begrüßt. Vor allem der, in den zwischen Unterrichtsministerin Claudia Schmid und der islamischen Glaubensgemeinschaft ausgearbeiteten Punkten, festgelegte Schwerpunkt auf die Qualität der Lehrerausbildung, verspreche konkrete Verbesserungen.

"Die Voraussetzung eines Abschlusses auf einer Pädagogischen Hochschule oder Universität für die Aufnahme als Bundes- oder Pflichtschullehrer gewährleistet die gemeinsame Basis für eine qualitätsvolle Ausbildung im Sinne der fachlichen und pädagogischen Werte. Das kommt sowohl den Auszubildenden als auch den Kindern und damit der gesamten Gesellschaft zu gute", unterstrich Hahn seine Forderung nach einer akademischen Ausbildung von letztem Freitag.

Universitäten für Aufgabe gerüstet

Um die vereinbarte Qualitätssicherung auf universitärer Ebene voranzutreiben, laufen bereits konkrete Vorarbeiten im Wissenschaftsministerium. Neben dem Lehrstuhl für islamische Religionspädagogik von Professor Ednan Aslan wird an der Einrichtung eines zweiten Lehrstuhls in diesem Fachgebiet gearbeitet.

Parallel dazu arbeitet die Universität Wien mit Professor Aslan an zwei Lehrgängen mit den Schwerpunkten "Muslime in Europa" sowie "Muslim Community". Ziel dabei ist unter anderem die universitäre Vorbereitung für eine Tätigkeit als islamischer Seelsorger und Imam.

"Die Universität liefert einen vorausschauenden und aktiven Beitrag zu dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe", so Hahn, der betont "dass gerade die akademischen Grundwerte der Unabhängigkeit und Toleranz als Basis einer religionspädagogischen Ausbildung zusätzliche Qualität bringen ohne die Religionsfreiheit einzuschränken."

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