"KMU brauchen Haftungsfonds"

Klein- und Mittelbetriebe in der Kreditklemme: Banken verlangen mehr Sicherheiten, WK-Präsident Pacher urgiert Erleichterungen.

Klagenfurt (OTS) - Die Auswirkungen der internationalen Konjunkturschwäche werden auch in Kärnten immer stärker spürbar. Die Wirtschaftskammer Kärnten hat mit dem Kärnten-Gipfel der Sozialpartner - gemeinsam mit Politik und Landesholding - sowie der Investitions- und Konjunkturkonferenz maßgeblich dazu beigetragen, dass auch auf Landesebene umfassende Maßnahmenpakete zur Konjunkturbelebung mit interessanten neuen Fördermodellen und attraktiven Aufschlägen auf bestehende Programme verabschiedet wurden. WK-Präsident Franz Pacher: "Aber die besten Förderungen helfen nichts, wenn die Betriebe von den Banken keine Kredite bekommen."

Finanzieren und fördern?

Viele Betriebe könnten trotz erfolgversprechender Projekte und vorliegender Förderzusagen die im Zuge der Finanzmarktkrise hinaufgeschraubten Sicherheitserfordernisse der Banken nicht erfüllen. "Ausgelöst durch Basel II und verschärft durch den Teilzusammenbruch der Finanzmärkte ist es schwierig, an Kredite zu kommen", warnt Pacher: "So können auch die besten Förderprogramme ihre Wirkung für Betriebe und Arbeitsmarkt kaum entfalten."

Hoffnung Haftung

Pachers Vorschlag: Ein KMU-Haftungsfonds soll im Fall zu geringer Sicherheiten einspringen und eine Bürgschaft für das zur Verfügung gestellte Kapital übernehmen. "Damit kann es gelingen, die in dieser Phase dringend notwendigen Investitionen zu verstärken, damit der stotternde Konjunkturmotor wieder auf Drehzahl kommt", betont Pacher.

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