AUVA: Erste Auswertung der Schadenstatistik 2008 liegt vor

Wien (OTS) - Die erste Auswertung der Schadenstatistik der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) für das Jahr 2008 liegt vor. Insgesamt wurden im Jahr 2008 199.182 Schadensfälle anerkannt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (170.353) ist zum Großteil auf die in Oberösterreich umständehalber erst 2008 erfolgte Bearbeitung von Schadensmeldungen aus dem Jahr 2007 zurückzuführen. So wurden 2007 deutlich weniger Fälle aus demselben Kalenderjahr anerkannt als davor und danach. Vergleicht man die Unfälle nicht nach dem Zeitpunkt der Anerkennung, sondern nach dem Unfalldatum, so ist für das vergangene Jahr ein leichter Rückgang zu erwarten.

Von allen anerkannten Schadensfällen 2008 entfielen 134.142 auf Arbeitsunfälle von Erwerbstätigen (davon 121.524 Arbeitsunfälle im engeren Sinn, 12.600 Wegunfälle), 63.466 auf Schülerunfälle und 1.574 auf Berufskrankheiten. Darunter befinden sich auch zahlreiche so genannte "Bagatellunfälle". Die endgültige Zahl der Unfälle, die zu einem mehr als dreitägigen Arbeitsausfall führten (= meldepflichtige Arbeitsunfälle) liegt voraussichtlich Mitte des Jahres vor, wenn die Daten der AUVA mit jenen der Krankenversicherungen abgeglichen sind.

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,3 Mio. Arbeiter, 1,5 Mio. Angestellte, 380.000 Selbständige sowie 1,3 Mio. Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 4.020,00 Euro) als Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention - also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2007 rund 60 Mio. Euro investiert.

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