BZÖ-Westenthaler fordert sofortige Absetzung der ÖOC-Funktionäre

Strafanzeige an Staatsanwaltschaft übermittelt

Wien (OTS) - Massive Kritik übte der Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses, BZÖ-Abgeordneter Peter Westenthaler, im Zuge der heuten Sitzung an den Vorgängen rund um die Olympiabewerbung und das Österreichische Olympische Komitee. Westenthaler forderte die sofortige Abberufung der derzeitigen ÖOC-Führung und die Neubestellung unter Einbeziehung von ehemaligen Österreichischen Sportgrößen. "Es ist hoch an der Zeit, dass die Machenschaften des ÖOC restlos aufgeklärt werden und der florierenden Geldvernichtung ein Ende gesetzt wird", so Westenthaler.

Westenthaler verwies auf den Rechnungshofbericht sowie auf Aussagen der Aufsichtsräte, wonach rund 150.000 Euro de facto verschwunden sind. Er forderte Sportminister Darabos - der selbst Vorstandsmitglied des ÖOC ist - auf, sich für eine rasche Neubesetzung der Führung einzusetzen. Laut Darabos soll dies bereits am 13. Februar erfolgen. Erfreut zeigte sich Westenthaler, dass Darabos dem BZÖ-Vorschlag, unabhängige Österreichische Sportgrößen zu entsenden, positiv gegenüber stand. "Wir haben mit ehemaligen Schigrößen und erfolgreichen Olympioniken genügend Personen, die an der Spitze des ÖOC eine gute Figur machen könnten", so Westenthaler. Es müsse jedenfalls mit der Arbeitsweise der derzeitigen Führung Schluss gemacht werden.

Der BZÖ-Sportsprecher erklärte, dass die Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs an die Staatsanwaltschaft übermittelt wurde. Der Wortlaut der Anzeige ist auf der BZÖ-Homepage unter www.bzoe.at abrufbar.

Leider keine eindeutige SP-Linie in der Dopingfrage

In der Frage nach der strafrechtlichen Relevanz von Dopingvergehen gibt es leider innerhalb der SPÖ keine einheitliche Linie, kritisierte Westenthaler. Während SP-Sportminister Darabos weiterhin auf eine strafrechtliche Verurteilung der Dopingsünder drängt, stehe die SPÖ-Fraktion weiterhin zum 5-Parteien-Kompromiss im Parlament, wonach die geltenden scharfen Dopingbestimmungen mit bis zu vier Jahren Sperre ausreichen und Sportler nicht auch noch kriminalisiert werden sollen. Diesbezüglich wurde ein U-Ausschuss eingesetzt, in dem das Thema mit Experten ausführlich behandelt wird. "Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass nicht die Sportler wegen eines Dopingvergehens hinter Gitter kommen, sondern die Hintermänner", kündigte Westenthaler an.

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