VP-Tschirf: ÖVP Wien fordert lückenlose Aufklärung der Schulbehörde

Muslimischer Lehrer fordert Schüler zum Boykott jüdischer Unternehmen auf

Wien (VP-Klub) - Nach dem Bericht in der gestrigen ORF Sendung "Thema" über einen muslimischen Religionslehrer, der seine Schüler in einer Ottakringer Schule mittels Flugblatt im Unterricht aufgefordert hat, die Produkte angeblich jüdischer Firmen nicht mehr zu konsumieren, müssten bei der Schulbehörde die Alarmglocken läuten. Laut diesem Bericht wurde der Lehrer lediglich verwarnt und nicht vom Dienst suspendiert.

"Wenn in einer öffentlichen Schule von einem Lehrer derartige Handlungen gesetzt wurden, dann erwarte ich mir, dass die Schulbehörde von sich aus umgehend tätig wird und das nach einer entsprechenden Überprüfung eventuell sogar zur Anzeige bringt", fordert ÖVP Wien Klubobmann Matthias Tschirf.

Es kann nicht sein, dass ein Lehrer, der möglicherweise im Unterricht gegen geltendes Recht verstößt, noch dazu in einem derart sensiblen Themenbereich, weiter unterrichten darf und sich die Schulbehörde mit dem Argument, man sei machtlos, weil man bei ReligionslehrerInnen kein Durchgriffsrecht habe, aus der Verantwortung stiehlt.

"In letzter Konsequenz muss Bürgermeister Häupl als Letztverantwortlicher des Wiener Stadtschulrates hier die notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten und Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl an ihre Aufgabe erinnern. Wenn der Verdacht auf einen strafrechtlichen Verstoß vorliegt, so verlangt die Rechtsordnung sogar ein Einschreiten der Schulbehörde und eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft", so der VP-Klubobmann abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0004