WirtschaftsBlatt exklusiv - Das WirtschaftsBlatt berichtet in seiner morgigen Mittwoch-Ausgabe: ÖBB verliert Prozess gegen Deutsche Bank

~ Wiener Handelsgericht bestätigt Rechtswirksamkeit hochriskanter Finanzveranlagungen. ÖBB droht damit der Totalausfall von 612,9 Millionen Euro. ~

Wien (OTS) - Knalleffekt im Prozess der ÖBB gegen die Deutsche
Bank um Risikoveranlagungen in Höhe von 612,9 Millionen Euro: Das Handelsgericht Wien hat die Klage der ÖBB mittels Ende Jänner ausgestellten Urteils abgewiesen, womit die Deutsche Bank das Verfahren in erster Instanz zur Gänze gewonnen hat.

Damit steht fest, dass die unter Ex-ÖBB-Finanzchef Erich Söllinger abgeschlossene Swap-Deals nicht wie von der ÖBB behauptet eine Wette darstellen, sondern ein reguläres Finanzgeschäft. "Wir sind immer davon ausgegangen, dass die Transaktion Transaktion rechtswirksam abgeschlossen wurde. Die Struktur des Portfolio Credit Default Swaps und dessen Risiken wurden seinerzeit eingehend mit der ÖBB erörtert. Es gab keine Irreführung", erklärte ein Sprecher der Deutschen Bank.

Für die ÖBB, von der es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Stellungnahme gibt, die aber wohl gegen das Urteil berufen dürfte, bedeutet das Urteil ein extremes finanzielles Risiko. Im schlimmsten Fall droht ihr der Gesamtausfall der 612,9 hochriskant veranlagten Millionen Euro. Immerhin wurden bisher bereits 477 Millionen Euro dafür in der ÖBB-Bilanz rückgestellt.

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