WKÖ-Hochhauser zu Anstieg der Arbeitslosigkeit: "Nun rasch mit KMU-tauglicher Kurzarbeitsregelung gegensteuern"

Eindämmung der Arbeitslosigkeit ist oberstes Ziel - Pragmatische und konsequente Unterstützung von KMU und Leitbetrieben notwendig

Wien (PWK076) - "Der massive Anstieg der Arbeitslosigkeit im
Jänner darf nicht nur beklagt werden, er ist auch als Auftrag zu sehen, nun rasch eine Einigung über eine flexible, unbürokratische und KMU-taugliche Kurzarbeitsregelung auf die Beine zu stellen", appelliert Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Es ist höchste Eisenbahn, denn wie sich zeigt, lautet die Alternative für viele Betriebe Kündigung. Und das ist weder im Interesse der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer."

Die derzeitige Kurzarbeitsregelung ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen und die Dienstleistungsbranche zu bürokratisch, weshalb die Wirtschaftskammer dafür eintritt, KMU Vereinfachungen für Kurzarbeitsanträge einzuräumen. Bei der geplanten Ausweitung der Kurzarbeit sei zudem im Hinblick auf die Behaltefrist mehr Flexibilität notwendig, "damit die Neuregelung überhaupt praktikabel ist", so die WKÖ-Generalsekretärin. Neu ist das Instrument der Beihilfe bei Kurzarbeit mit Qualifizierung, das für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Anreize zu Weiterbildung bietet.

Daneben fordert die Wirtschaftskammer die Forcierung von Bildungskarenz/Bildungsteilzeit und die Einführung eines Sicherungsgeldes für Betriebe, die Kurzarbeit nicht nützen können:
"Dadurch könnte verhindert werden, dass Unternehmen genau jene qualifizierten Arbeitskräfte jetzt kündigen müssen, die sie beim nächsten Aufschwung wieder händeringend suchen", erläutert Hochhauser.

Außerdem sollten Österreichs Leitbetrieben Staatsgarantien für Unternehmensanleihen zur Verfügung stehen, um wieder Zugang zu leistbarer Finanzierung für ihre Investitionen zu bekommen. "Was bei den Banken und den KMU - richtigerweise - möglich war, muss auch bei den größeren Unternehmen, auf deren Leistungen wir in der Vergangenheit so stolz waren, möglich sein", fordert die WKÖ-Generalsekretärin.

Die jüngsten Arbeitslosenzahlen erforderten jedenfalls "rasches und pragmatisches Handeln. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auch in Österreich wird angesichts der globalen Konjunkturflaute nicht zu verhindern sein. Aber mit einer klugen und konsequenten Politik haben wir es in der Hand, die Zahl neuer Arbeitslose einzudämmen. Wer sich diesen Möglichkeiten verschließt, handelt unverantwortlich", warnt die WKÖ-Generalsekretärin abschließend. (SR)

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