Kinder- und Jugendpsychiatrie - SP-Novak: "Positive Maßnahmen der vergangenen Jahre werden fortgesetzt!"

Opposition hält sich nicht an bestehende Gesetzeslage

Wien (SPW-K) - "Nach wie vor hält sich die Opposition nicht an Wiener Gesetze und gibt Kontrollamtsberichte sofort nach der internen Zustellung - gespickt mit eigenen einseitigen Kommentaren - an die Öffentlichkeit weiter. In Zukunft soll es deshalb zeitgleich mit dem Versand an die politischen Parteien eine Veröffentlichung der Kontrollamtsberichte im Internet geben, damit sich alle BürgerInnen umfassend und unbeeinflusst informieren können. Allerdings gilt die neue Rechtslage erst nach Ende der Einspruchsfrist des Bundes", sagte heute SP-Gemeinderätin Barbara Novak zu vorab bekannt gewordenen Details aus dem jüngsten Kontrollamtsbericht zur Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie.

"Grundsätzlich gilt für die Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie:
Die positiven Maßnahmen der vergangenen Jahre werden selbstverständlich fortgesetzt. Klar ist aber auch: Hier gilt es, noch ein gutes Stück Weg zu gehen", betonte Novak. Für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, gebe es seitens der Stadt Wien zwei Einrichtungen:
Eine am Hietzinger Rosenhügel und die Universitätsklinik für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters. "Während die Abteilung am Rosenhügel bereits im vergangenen Winter, wie im Oktober 2007 angekündigt, von 18 auf 28 Betten erweitert wurde, konnte Anfang November 2008 auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie im AKH von bislang 32 um vier neue Betten auf insgesamt 36 Betten aufgestockt und der Betrieb aufgenommen werden",

"Damit ist es auch gelungen, im Jahr 2008 eine Regionalisierung der Akutzufahrten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu erreichen. Das AKH übernimmt damit die Bezirke 1 bis 9, 16 bis 18 und 21 und 22, der Rosenhügel die Bezirke 10 bis 15, 19 und 20 sowie 23. Darüber hinaus konnte eine deutliche Reduktion der Aufnahmen von PatientInnen unter 18 Jahren im OWS erzielt werden", unterstrich Novak. Der Ausbau der Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie werde auch von Experten wie Professor Max Friedrich positiv beurteilt. Friedrich hatte im Oktober 2007 bei einer Pressekonferenz zum Thema betont: "Es ist für mich wie Weihnachten und zumindest zehn Geburtstage hinzu."

Kinder- und Jugendpsychiatrischer Notdienst

Weitere Beispiele für den Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind auch die Implementierung des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Notdienstes 2007 beim PSD oder auch die Eröffnung des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulatoriums beim PSD im Jahr 2002. Ein wichtiger Schritt wurde auch mit der Heimreform im Jahr 2000 gesetzt. Seit Herbst 2008 entwickelt eine Arbeitsgruppe auch die künftige Einbettung der Entwicklungsdiagnostik in die Wiener Versorgung.

"Gerade wenn es um die Kinder dieser Stadt und ihr psychisches Wohlergehen geht, braucht es Innovationswillen und Umsetzungskraft. Zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung wurden bereits gesetzt und einige sind noch notwendig, es wird stetig an ihnen gearbeitet", betonte Barbara Novak. "Geplant sind etwa eine eigene neue Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Krankenhaus Nord, die damit verbundene Regionalisierung auch im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die weitere Schaffung von Ausbildungsstellen für Kinder- und JugendpsychiaterInnen."

Initiativen der MAG ELF

"Darüber hinaus gibt es auch in der MAG ELF zahlreiche Initiativen, um Betroffenen möglichst schnell und gut Hilfe anzubieten", betont Barbara Novak. "Bereits im Jahr 2000 wurden Möglichkeiten für eine bedarfsgerechten Unterbringung extrem verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher geschaffen. So stehen 20 sozialtherapeutische Wohnplätze in den Vertragseinrichtungen der MAG ELF für schwer therapierbare und sonderpädagogisch extrem anspruchsvolle Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Für die Inanspruchnahme dieser Wohnplätze gibt es keine Wartezeit."

Seit Ende 2007 unterstützen Fachärzte des Psychosozialen Dienstes die SozialpädagogInnen der MAG ELF bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischen Auffälligkeiten. "Der kinderpsychiatrische Liasondienst im Ausmaß von 15 Wochenstunden hat sich als sehr wirkungsvolle Maßnahme erwiesen", so Novak. "Aber auch sozialtherapeutische Maßnahmen der MAG ELF, wie etwa Psychotherapie, Kunsttherapie oder Hippotherapie sowie Einzelbetreuung stehen jenen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, die sie benötigen - und zwar ganz ohne Wartezeiten."

Das Jugendamt wurde 2007 mit elf neuen MitarbeiterInnen verstärkt, 2008 mit weiteren 28. Außerdem wurden seit Mitte 2008 zwei neue Wohngemeinschaften und ein Übergangskrisenzentrum geschaffen. Zwei weitere Einrichtungen werden bis Ende 2009 fertig gestellt. (Schluss)

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