ÖGB-Foglar: Arbeitsplätze sichern, Qualifikation erhalten

Hohe Jugend- und Altersarbeitslosigkeit machen zweites Arbeitsmarktpaket notwendig

Wien (ÖGB) - "Die Finanzkrise ist zur Wirtschaftskrise und vor allem zur Arbeitsmarktkrise geworden. Ein zweites, umfassendes Arbeitsmarktpaket ist daher notwendig - als Soforthilfe, damit Arbeitsplätze erhalten werden, aber auch als langfristige Investition, damit die bestehende hohe Qualifikation der Fachkräfte nicht verloren geht, weil sie während der Arbeitslosigkeit brach liegt", fordert der gf. ÖGB-Präsident Erich Foglar. Laut aktueller AMS-Zahlen waren im Jänner 355.000 Menschen auf Arbeitssuche, darunter besonders viele Jugendliche sowie ältere Menschen.++++

Foglar betont, dass die Sozialpartner wie gewohnt ihre Expertise in die Gestaltung des Arbeitsmarktpakets einbringen werden. "Wir haben auch schon das Paket für Jugendbeschäftigung und -ausbildung entwickelt, das mit der Ausbildungsgarantie den richtigen Weg gezeigt hat. Wegen der Wirtschaftskrise müssen jetzt allerdings weit mehr Mittel fließen, damit die Ausbildungsgarantie auch greift."

Auch auf ein Paket für ältere ArbeitnehmerInnen haben sich die Sozialkpartner geeinigt. "Die darin enthaltenen Maßnahmen, vor allem die Altersteilzeit Neu, muss die Regierung jetzt umsetzen, damit vor allem in kleineren Betrieben Arbeitsplätze abgesichert werden", sagt Foglar.

Arbeitsmarktpaket gegen Wirtschaftskrise: Das fordern ÖGB und AK

+ 15.000 Ausbildungsplätze in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen für die Jungen auf Lehrstellensuche bis spätestens Herbst 2009.
+ Flexiblere Bildungskarenz für die Stabilisierung der Beschäftigung von Facharbeitskräften in Unternehmen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
+ Attraktivere Altersteilzeit zur Sicherung der Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen insbesondere in kleineren Unternehmen.
+ Ausbau von Arbeitsstiftungen und Weiterführung der Facharbeiterausbildungsprogramme des Arbeitsmarktservice (AMS) zur Unterstützung arbeitslos gewordener ArbeitnehmerInnen, darunter vor allem auch Facharbeiterintensivausbildungen zum Nachholen des Lehrabschlusses für junge Arbeitssuchende.
+ Verlängerung und Umgestaltung des Übergangsgeldes zur besseren sozialen Absicherung älterer, gesundheitlich beeinträchtigter Arbeitsloser, die keinen Arbeitsplatz mehr finden.
+ Mehr Personal und ausreichende finanzielle Ausstattung des AMS, damit die nun arbeitslos werdenden ArbeitnehmerInnen rasch und gut betreut und unterstützt werden können.(fk)

ÖGB, 2. Februar 2009 Nr. 46

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