BZÖ-Stadler rügt LH Pühringer wegen dessen Papst-Schelte

"Pühringer soll sich besser um Arbeitslose in Oberösterreich kümmern"

Wien/Linz 2009-02-02 (OTS) - Zu der Sonntagabend bekannt
gewordenen Kritik des oberösterreichischen Landeshauptmanns Josef Pühringer an der jüngsten Ernennung eines Oö. Weihbischofs durch Papst Benedikt, erklärte der im BZÖ für Kirchenfragen zuständige Abgeordnete Mag Ewald Stadler, "dass sich Pühringer um seine politischen Angelegenheiten als Landeshauptmann kümmern und sich nicht in die autonomen und souveränen Entscheidungen des Heiligen Vaters einmischen soll". Im Gegensatz zur aktuellen Debatte um den Präsidenten der islamischen Glaubensgemeinschaft Anas Schakfeh, sei bei der Bestellung des Weihbischofs keinerlei Gesetzeswidrigkeit nach Artikel 15 Staatsgrundgesetz vorhanden, also habe sich der Staat nicht in die Religionsfreiheit einzumischen.

Stadler: "Pühringer soll sich um die täglich mehr werdenden Arbeitslosen in Oberösterreich, um die täglich steigenden Nöte allein erziehender Mütter und um die wachsende Wirtschaftskrise kümmern, anstatt sich in die ausschließliche Zuständigkeit des Papstes einzumischen. Damit hätte er genug zu tun, so Stadler. Die landesfürstlichen Allüren stünden Pühringer schlecht zu Gesicht, meinte Stadler weiter, der Papst müsse mitnichten bei Pühringer nachfragen, was er zu tun habe. Bemerkenswert sei allerdings, so Stadler, dass der Religionslehrer Pühringer bisher keinen einzigen kritischen Satz zur Schlepperhilfstätigkeit des aus Kirchenbeiträgen bezahlten Pfarrers Friedl gefunden habe. Die offenen Gesetzesbrüche Friedls im Fall Arigona hätten weit mehr eine politische Reaktion Pühringers erfordert, als die autonome kirchliche Personalentscheidung, schloss Stadler.

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