ÖGJ: Mehr Geld in Ausbildungsgarantie investieren

Wer jetzt Lehrlinge ausbildet, braucht später nicht über Fachkräftemangel zu jammern

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Um 22,9 Prozent mehr arbeitslose Jugendliche -das ist ein Alarmsignal, auf das Politik und Unternehmen nicht mehr mit Parolen, sondern mit Sofortmaßnahmen reagieren müssen. Das AMS muss schnellstens mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet werden, damit die Ausbildungsgarantie nicht zur leeren Worthülse verkommt", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Die Bundesregierung ist gefordert, damit die Jugendlichen nicht auf der Straße stehen. Und die Wirtschaft sollte sich daran erinnern, wie sehr sie vor kurzem noch über Fachkräftemangel gejammert hat - und entsprechend drei Mal überlegen, ob sie wirklich weniger junge Menschen ausbilden will oder muss", so Michlmayr.++++

Die Ausbildungsgarantie, die die vorige Bundesregierung auf Anregung der Sozialpartner beschlossen hat, ist in Zeiten guter Konjunktur und entsprechender Lage auf dem Arbeitsmarkt entstanden. "Das war damals richtig. Aus heutiger Sicht reicht das Geld aber bei weitem nicht aus, um allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu verschaffen. Deshalb müssen die finanziellen Mittel für die überbetriebliche Lehrausbildung jetzt rasch aufgestockt werden", fordert der ÖGJ-Vorsitzende.

Rechtzeitig ausbilden statt später "Fachkräftemangel" schreien

Die Wirtschaft wird sich wieder erholen, und dann werden die Unternehmen gut ausgebildete Arbeitskräfte brauchen. "Die können dann aber nicht von einem Tag auf den anderen eingeschult werden. Sie brauchen eine fundierte Ausbildung, und mit der muss jetzt begonnen werden und nicht erst, wenn die Wirtschaft wieder ‚Fachkräftemangel’ schreit", sagt Michlmayr.(fk)

ÖGB, 2. Februar 2009 Nr. 45

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