Schilift: Nur wer sich richtig verhält, kommt auch sicher oben an

Rund 1.200 Wintersportler verletzen sich jährlich beim Fahren mit dem Schilift. 60 Prozent der Unfälle passieren beim Aussteigen.

Wien (OTS) - Nicht nur beim Schifahren und Snowboarden verletzen sich Wintersportler in Österreich - auch auf dem Weg nach oben zum Pistenanfang kann es zu Unfällen kommen: Rund 1.200 Wintersportler verletzen sich jedes Jahr beim Fahren mit dem Schilift krankenhausreif. Schwerwiegende Liftunfälle, bei denen das Seil aus den Rollen springt oder Menschen aus dem Sessellift fallen, passieren glücklicherweise äußerst selten. Dennoch können Stürze bei oder aus Schlepp- und Sesselliften zu schweren Verletzungen führen. Rund 40 Prozent der Verletzten ziehen sich Knochenbrüche zu, ein Drittel erleidet Sehnen- und Muskelverletzungen. "Klar ist, dass für die österreichischen Seilbahnbetreiber die Sicherheit ihrer Fahrgäste an oberster Stelle steht. Dennoch kann es keine hundertprozentige Sicherheit geben. Das Mitwirken der Benutzer ist für die Sicherheit am Schilift von großer Bedeutung", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Achtung beim Verlassen des Lifts

"60 Prozent der Schiliftunfälle passieren beim Aussteigen. Oft geraten Schifahrer und Snowboarder in Hektik und vergessen die wichtigen Verhaltensregeln beim Verlassen des Schilifts", weiß Dunzendorfer. Beim Schlepplift gilt: Fährt man zu zweit, steigt man immer kurz hintereinander aus. Zunächst rutscht der unerfahrenere Fahrer vom Sitzbügel, der zweite hält die Aufhängestange und schiebt den Bügel beim Aussteigen kontrolliert zur Seite. Das vermindert die Gefahr hängen zu bleiben. Beim Sessellift bleibt der Sicherheitsbügel während der ganzen Fahrt geschlossen. Vor dem Ausstieg nimmt man Schi oder Snowboard von der Fußstütze. Erst zuletzt wird der Bügel geöffnet. Sowohl bei Schlepp- als auch bei Sesselliften muss das Ausstiegsareal sofort nach dem Aussteigen frei gemacht werden.

Richtiges Verhalten verhindert Unfälle

Rund 20 Prozent der Schiliftunfälle passieren während der Fahrt, ebenso viele beim Einsteigen. "Entscheidend ist, dass Schi und Snowboard gerade in der Spur stehen. Viele Stürze beim Schlepplift werden durch den "Ruck" beim Losfahren verursacht, oder weil der Bügel nicht mehr erreicht werden konnte. Lieber mal einen Bügel oder einen Sessel leer vorbei fahren lassen, als durch zu viel Eile einen Sturz zu riskieren", rät Dunzendorfer. Ist man während der Fahrt gestürzt, muss man die Spur möglichst rasch verlassen, damit man die nachkommenden Liftbenutzer nicht gefährdet.

Vorsicht mit Kindern

Etwa zwölf Prozent der Schiliftunfälle betreffen Kinder. Bei vielen Liftanlagen dürfen Kinder unter einer bestimmten Körpergröße abhängig von Steigung und Liftart nicht alleine fahren, da sie leicht unter dem Bügel durchrutschen können. "Bevor man mit Kindern lange Strecken Schlepplift fährt, unbedingt auf kürzeren Liftwegen üben und sich vom Liftwart zeigen lassen, wie man am besten mit Kindern fährt", empfiehlt Dunzendorfer. Achtung auch bei offenen Jacken, herunterhängenden Bändern oder langen Schals, die sich am Bügel verhängen und dadurch wie kürzlich bei einem Unfall in Niederösterreich zu schweren Verletzungen führen können.

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