Der Staat als Krisengewinner: 350 Millionen Euro Zinsersparnis für die Republik

Wien (OTS) - Das Positive an der Finanzkrise: Die Republik Österreich konnte sich kostengünstig verschulden. Durch die massiven Zinssenkungen ersparte sich der Staat stolze 350 Millionen Euro. Viel brachte auch die Verschuldung in Yen und Euro: Dadurch zahlte die Republik Österreich in den letzten 15 Jahren insgesamt 10,5 Milliarden Euro weniger Zinsen!

"Ohne Fremdwährungsfinanzierung wäre der österreichische Schuldenstand heuer 3,5 Prozent höher", sagt Martha Oberndorfer, Chefin der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur im GEWINN-Interview und betont gleichzeitig: "Neue Schulden nehmen aber auch wir nicht in Franken auf, es stimmt zur Zeit das Ertrags-Risikoprofil nicht.

Heuer wird man die Bundesfinanzierungsagentur Öbfa für den Staat voraussichtlich ein Anleihenvolumen von 24 bis 30 Milliarden Euro begeben. Die budgetrelevanten Zusatzausgaben für Konjunkturpakete und Einnahmenausfällen werden auf vier Milliarden Euro geschätzt. Das Positive an der Finanzkrise: Die Republik kann sich vergleichsweise günstig verschulden. Auch wenn Österreich aufgrund seines Osteuropa-Engagement und dem 100-Milliarden-Euro-Bankenpaket bei den institutionellen Investoren nicht mehr so hoch angesehen ist und bereits knapp 80 Basispunkte mehr an Zinsen als deutsche Staatsanleihen bieten muss, müsse man die Gesamtersparnis im Auge behalten, betont die oberste Schuldenmanagerin: "Die massiven Zinssenkungen, die zur Gegensteuerung der Finanzkrise erfolgten, brachten dem Schuldner Österreich im Vorjahr 350 Millionen Euro Zinsersparnis."

Zu den Geschäftsbeziehungen mit dem insolventen Investmenthaus "Lehmann Brothers" hält sie fest: "Lehman war für die Republik Österreich ein wichtiger Anleihenplazeur und Finanzpartner, doch wir haben uns sehr gut abgesichert. Wir haben keinerlei Ausfälle."

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