Karlsböck: Österreicher von Gesundheitstourismus abhalten

Mangelnde Qualitätssicherung ist gefährlich

Wien (OTS) - Der tragische Fall jener 57-jährigen Burgenländerin, die im Jänner nach einer in Ungarn erfolgten Fettabsaugung gestorben sei, zeige einmal mehr die Gefahren des Gesundheitstourismus auf, sagte heute der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. "Die Österreicher müssen vom Gesundheitstourismus abgehalten werden."

Immer wieder auftauchende Meldungen von im Ausland erfolgten Behandlungen mit fatalen Folgen für die Patienten sollten die österreichischen Gesundheitspolitiker zum Anlass nehmen, geeignete Maßnahmen im eigenen Land selbst zu setzen, um die Österreicher von derartigen Experimenten mit ihrer Gesundheit abzuhalten, sagte Karlsböck. Meist müssten die Fehlbehandlungen in Österreich, auf Kosten der österreichischen Kassen, repariert werden. "Als Kassen-Zahnarzt bin ich selbst häufig mit solchen Fällen konfrontiert", so Karlsböck.

Nicht nur aus diesem Grund sollten die heimischen Kassen ein massives Interesse daran haben, ihre Patienten im Land zu halten, so Karlsböck. Es seien freilich Alternativen zu den für viele zu teuren Behandlungen anzubieten. Auch könne eine Aufklärungskampagne zu den Risiken, ausländische Billigangebote in Anspruch zu nehmen, nicht schaden, fordert Karlsböck.

Der Fall in Ungarn zeige auch, so der freiheitliche Ärztesprecher, wie wichtig Qualitätskontrollen seien. Österreich könne hier international sicher als Vorbild dienen. "Ärzte sind die bestkontrollierte Berufsgruppe in Österreich", so Karlsböck. Die Einhaltung von Qualität, Effizienz, Moral und Ethik sei gerade in dieser Berufsgruppe überdurchschnittlich hoch.

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